Das Vermögen der Milliardäre wächst laut einem Oxfam-Bericht vom 19. Januar dreimal so schnell wie in den vergangenen fünf Jahren. Seit 2020 stieg ihr Gesamtvermögen weltweit um 81 Prozent. Inzwischen gibt es mehr als 3.000 Milliardäre mit einem Vermögen von zusammen 18,3 Billionen US-Dollar, während zugleich jeder vierte Mensch unter Ernährungsunsicherheit leidet. Besonders stark fiel das Vermögenswachstum in den USA aus, wo sich die Entwicklung seit der Rückkehr von Präsident Donald Trump nochmals beschleunigt habe.
Oxfam warnt vor einer gefährlichen Machtkonzentration: Superreiche investierten nicht nur in Luxusgüter, sondern kauften politischen Einfluss, Medienplattformen und ganze Bewegungen. Diese Entwicklung gehe mit einer weltweiten Einschränkung von Bürgerrechten, der Unterdrückung von Protesten und wachsender politischer Repression einher. Regierungen, so der Vorwurf, schützten zunehmend Reichtum statt Freiheit.