Seit dem 28. Februar 2026 führen USA und Israel einen völkerrechtswidrigen Angriffskrieg gegen den Iran – trotz laufender Verhandlungen in Genf. Michael von der Schulenburg warnt in der Weltwoche: Dieser Konflikt öffnet „ein Tor zur Hölle“ und lässt den Westen als klaren Verlierer zurück.
Ähnlich wie der Irakkrieg 2003 basiert der Angriff auf zweifelhaften Begründungen. Ein „Enthauptungsschlag“ gegen die iranische Führung gelang, doch ein Regimewechsel oder Volksaufstand blieb aus. Der Iran – doppelt so bevölkerungsreich, militärisch robuster und BRICS-Mitglied mit Rückhalt aus Russland und China – hält stand. Iranische Raketen und Drohnen durchbrechen israelische Abwehrsysteme; Gegenangriffe treffen US-Basen, Golfstaaten und zivile Ziele (u. a. 160 getötete Schulmädchen).
Die Folgen für den Westen sind verheerend: Die Straße von Hormus ist blockiert – Ölpreise schießen über 100 Dollar. Europa trägt immense Kosten für einen verlorenen, langwierigen Krieg, ähnlich der Ukraine. Geopolitisch zerstört der Bruch laufender Verhandlungen das Vertrauen in westliche Verlässlichkeit und stärkt China/Russland. Moralisch verspielt der Westen seine Autorität durch Angriffe trotz Diplomatie.In den USA ist der Krieg bereits unpopulär, besonders bei Trump-Anhängern. Von der Schulenburg prophezeit: Je länger der Konflikt dauert, desto wahrscheinlicher ein strategisches Scheitern – mit Trümmern, Toten und einer geschwächten westlichen Ordnung. Hätte der Iran Atomwaffen besessen, wäre der Krieg wohl ausgeblieben.