Mut zur Recherche: Wie Mächtige den Journalismus unter Druck setzen
Vier Medienschaffende diskutieren m Journalismus-Kongress vom 16. Oktober in Kloten über mutige Recherchen, teure Klagen und die Grenzen künstlicher Intelligenz im Beruf.
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Wer Missstände aufdeckt, braucht Quellen, Hartnäckigkeit und Rückhalt in der Redaktion. Wie brüchig dieser Rückhalt werden kann, war Thema am 5. internationalen Journalistenkongress des Vereins Unabhängiger Journalismus am 16. Oktober 2026 in Zürich-Flughafen.

Leo Eiholzer («NZZ am Sonntag»), Michèle Binswanger («Nebelspalter»), Nikolaus Frings («Kronen Zeitung») und Janik Leuenberger (ehemals «Blick») diskutierten, was investigative Arbeit ausmacht und wo wirtschaftliche Interessen der Medienhäuser ihr Grenzen setzen.

Im Zentrum standen juristische Drohungen, teure Verfahren und die Gefahr, dass brisante Recherchen unveröffentlicht bleiben. Binswanger berichtete, im Zusammenhang mit ihrem Buch zur Zuger Landammann-Affäre sei ihr die Zerstörung ihres Rufes angedroht worden. Der Umgang mit vertraulichen Akten birgt strafrechtliche Risiken.

Publikumsfragen führten zu Informanten, Leaks und der Gefahr, sich von Quellen instrumentalisieren zu lassen. KI kann Datenmengen auswerten und Recherchen erleichtern. Das persönliche Vertrauen zu Informanten bleibt entscheidend. Transition TV zeigt die Diskussion sowie eine zehnminütige Zusammenfassung der Höhepunkte der Tagung.

 

Auf dem Podium

  • Leo Eiholzer | Investigativjournalist, «NZZ am Sonntag»
  • Michèle Binswanger | Journalistin und Autorin, «Nebelspalter»
  • Nikolaus Frings | Innenpolitikjournalist, «Kronen Zeitung» (Österreich)
  • Janik Leuenberger | Investigativjournalist, ehemals «Blick» und SRF
  • Moderation: Marcus Hebein, Wirtschaftsjournalist

Veranstaltung: Journalistenkongress Zürich 2026
Datum: 16. Oktober 2026
Ort: The Circle, Flughafen Zürich
Veranstalter: Verein Unabhängiger Journalismus (UJ)
https://www.verein-uj.ch

Zusammenschnitt: Stefan Theiler | Transition TV

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Im «Circle» wird der ehemalige Zeitungsmacher die ganze Zeit von einem entrückten Filmer verfolgt. Der Mann ist für den esoterisch-verschwörungsideologischen Sender «Transition TV» im Einsatz. Gekommen ist auch Andy Benz, der Gründer der Schweizer «Freiheitstrychler». Im Edelweisshemd erzählt der Coronaleugner in den Kaffeepausen wirre Geschichten, die sich aus seinen Protesterlebnissen und vergangenen Reisen auf den afrikanischen Kontinent speisen.

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