Trump fordert Ablösung von Selenskyj
Wadephul und von der Leyen bekunden volle Unterstützung

US-Präsident Donald Trump hat die Ablösung des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj gefordert. Mit ihm könne man keine Deals machen und keinen Frieden schliessen, erklärte Trump, nachdem er einen Diesel-Deal mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin abgeschlossen hatte. Selenskyj habe vielfach die Gelegenheit gehabt, den Krieg zu beenden, dies aber nicht getan. Es sei an der Zeit, dass die Ukraine einen neuen Präsidenten bekomme.

Selenskyj reagierte kritisch und wandte sich an europäische Partner. Der britische Premier Andy Burnham sicherte ihm «complete solidarity» zu. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron erklärte, Frankreich stehe weiterhin an der Seite der Ukraine und von Präsident Selenskyj.

Auch deutsche und EU-Vertreter stärkten Selenskyj den Rücken. Aussenminister Johann Wadephul sagte, die Bundesregierung werde den ukrainischen Präsidenten bei der Ausübung seines schweren Amtes voll unterstützen. Man brauche nicht weniger, sondern mehr Druck auf Putin, damit dieser zu Verhandlungen bereit sei. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen versicherte Selenskyj nach einem Telefonat ihre volle Unterstützung, während er den Kampf für die Freiheit seines Volkes anführe.

Während die USA Sanktionen im Energiesektor lockern, plant die EU weitere Strafmassnahmen gegen Russland. Die europäischen Äusserungen unterstreichen die anhaltende Unterstützung für Kiew trotz der Spannungen mit Washington.