Fast drei Jahrzehnte lang wartete Daniel Gwynn auf seine Hinrichtung. 1995 wurde der damals 25-jährige US-Amerikaner wegen Brandstiftung und Mordes zum Tode verurteilt – für ein Verbrechen, das er nicht begangen hatte.
Erst 2024 wurden die Anklagen endgültig fallengelassen, nachdem gravierende Fehler bei den Ermittlungen und der Verurteilung ans Licht gekommen waren. Heute gilt Gwynn als einer der wenigen Menschen in den USA, die nach einem Todesurteil vollständig entlastet wurden.
Vom 22. bis 28. Juni besucht der heute 56-Jährige die Schweiz. An drei öffentlichen Veranstaltungen in Zürich, Bern und Lausanne berichtet er über sein Leben im Todestrakt, seinen jahrzehntelangen Kampf um Gerechtigkeit und die Kraft der Kunst.
Denn während seiner Haft wurde die Malerei zu seiner Überlebensstrategie. Als autodidaktischer Künstler hielt Gwynn seine Erfahrungen in eindrücklichen Bildern fest und machte seine Unschuld sichtbar.
Seit seiner Freilassung hat er sich als Künstler, Redner und Menschenrechtsaktivist einen Namen gemacht. Seine Werke wurden in zahlreichen Ausstellungen gezeigt, und seine Vorträge über Justizirrtümer, Todesstrafe und menschliche Würde finden international Beachtung. danielgwynn197.com
Die Veranstaltungsreihe wird von ACAT-Schweiz, der Organisation gegen die Todesstrafe, Amnesty International Schweiz und lifespark organisiert.
Termine
Zürich: Montag, 22. Juni, 19.30 Uhr, Pfarreizentrum Johanneum
Bern: Mittwoch, 24. Juni, 19.30 Uhr, Église Française
Lausanne: Freitag, 26. Juni, 19.00 Uhr, Maison de Quartier Sous-Gare