Nach der Brandkatastrophe von Crans zeigte sich das Ausland schockiert. Und betroffen waren auch wir. Das Bild der Schweiz kam ins Wanken. Die Kolumne aus dem Podcast «Mitten im Leben»
Schon seit mehr als fünftausend Jahren gibt es Religionen. Sie bekriegen einander, unterdrücken Sexualität, Sinnlichkeit und Verspieltheit, massakrieren die Ungläubigen und tun das alles im Namen der Liebe – es reicht! Ab auf den Müllhaufen der Geschichte damit.
In diesem Artikel geht es nicht darum, Ungerechtigkeit zu beklagen. Es geht darum, ob es ein «Recht» gibt, woher es kommt und ob es überhaupt etwas mit «Gerechtigkeit» zu tun hat.
Ich erzähle dir von einer Bekannten. Ich nenne sie Kate und verändere ein paar Details. Als Kind der Sechzigerjahre startete sie voller Ideale ins Erwachsenenleben. Sie heiratete in jungen Jahren einen Künstler, einen schönen Mann, kreativ, inspiriert, frei. Er würde das Geld verdienen, und sie würde auf dem Land magische Kinder grossziehen, um zu einer aufgeklärten Gesellschaft beizutragen.
Auch das Jahr 2025 entwickelte keine Erinnerungskultur über die Anfänge der Demokratiebewegung im Bauernkrieg. Hinter dem Dunstschleier der aktuellen kriegerischen Ereignisse – Ukraine, Gaza, Iran oder Venezuela – ist die 500. Wiederkehr des Bauernkrieges in den Hintergrund verbannt worden.
Heute, am 21.12., ist auf der Nordhalbkugel der kürzeste Tag des Jahres. Eigentlich sollte es richtig dunkel sein. Ist es aber kaum. Die Folgen, die unsere verschwenderische Aussenbeleuchtung für Flora, Fauna und auch uns selbst mit sich bringt, sind den wenigstens bewusst.
Auch am Zürcher Weihnachtsmarkt musste das Recht auf Bargeld erkämpft werden. Aber es ist ein Kampf gegen die Zukunft. Die Kolumne aus dem Podcast «Mitten im Leben».