Vermittelt durch Oman, dauerte dieses zweite Gespräch über drei Stunden. Irans Außenminister Abbas Araghtschi sprach von „gutem Fortschritt“, „konstruktiver Atmosphäre“ und vereinbarten „Leitprinzipien“. Er dämpfte aber Hoffnungen auf einen schnellen Abschluss: „Der Weg hat begonnen, aber eine Einigung ist noch nicht erzielt.“
Kein Wunder, denn US-Präsident Donald Trump setzt parallel auf militärischen Druck: Er stationierte die Flugzeugträgergruppe um die USS Gerald R. Ford ist im Nahen Osten und betonte: „Manchmal muss jemand Furcht haben.“
Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu reiste zwischenzeitlich nach Washington, um den Ausgleich mit dem Iran zu verhindern. Er zählte die Forderungen auf, denen der Iran nie zustimmen würde: den radikalen Abbau des iranischen Atomprogramms, Demontage der Anreicherungsinfrastruktur, Raketenbegrenzung und Zerschlagung regionaler Verbündeter – andernfalls drohe Eskalation.
Die iranische Gegenposition sieht so aus: Einziger Verhandlungsgegenstand sind die iranische Atomindustrie und die Aufhebung der Sanktionen. Alle anderen Themen lägen nicht auf dem Tisch.
Nach dem „Zwölftagekrieg“ 2025 und gescheiterten früheren Runden wächst die Sorge vor militärischer Konfrontation, aber es gibt auch andere Töne. Der Trump-Administration sei bewusst, dass ihre Streitkräfte zu einem umfassenden und längeren Krieg gegen Iran gar nicht fähig seien, also würden sie ihn auch nicht auslösen, befand Hamidreza Moghaddamfar, Medienberater der Revolutionsgarden, laut der staatlichen Nachrichtenagentur Tasnim.