«Das Fest ist hier» – Neues vom Labyrinthplatz in Zürich

Ein Labyrinth in Zürich? Nein, wir meinen nicht die Gassen des Niederdörfli – sondern einen wunderbar angelegten Garten auf dem Kasernenareal beim Hauptbahnhof. Dort führt ein blumiges Gartenlabyrinth mit vier Umgängen zu einem Steinlabyrinth mit sieben Umgängen. 

Auf dem Labyrinthplatz finden immer wieder öffentliche Veranstaltungen statt – vor kurzem erschien das Jahresprogramm unter dem Motto: «Das Fest ist hier».


So wird denn auch mächtig gefeiert das ganze Jahr über: Jeweils am 13. eines jeden Monats ist ein Gartenfest vorgesehen. Dazu kommen spezielle Anlässe wie das Frühlings-Singfest im April oder das Sonnenwende-Fest im Juni. Und jeden Donnerstag treffen sich Menschen, um unter Anleitung von Labyrinthgärtnerinnen den Garten zu pflegen; ein
offener Gedanken-Austausch findet jeden letzten Freitagabend im Monat statt und ein Labyrinth-Rundgesang jeden letzten Mittwochabend im Monat.


Das Zürcher Labyrinth steht in Verbindung mit Labyrinth-Projekten auf der ganzen Welt. Ihre uralte Symbolik: Unser Weg hat viele Richtungsänderungen, Kehrtwendungen und jede Wegschleife ist unterschiedlich. Sie haben ihren eigenen Wert und ihre eigene Distanz zur Mitte. Diese Mitte ist der eigentliche Ort der Umkehr; der Weg beginnt neu, er weist nach aussen. Mit dem Wegcharakter des Hin und Her wechseln die Sichtweisen und Standpunkte.


Im Zentrum des Labyrinths liegt eine Frauenfigur. Mit ihrem Körper bildet sie das Lebenskreuz und erinnert an den Ursprung aller Menschen: Alle sind geboren aus einer Frau und alle sind an die Erde gebunden und ernähren sich aus ihr. Jeder der dem Weg des Labyrinths folgt, geht an dieser Frau vorbei, aber nie wird sie übergangen. Die ältesten Funde von Labyrinthzeichnungen sind bis zu 5000 Jahre alt. Bis heute haben sie eine rituelle Bedeutung in vielen Kulturen auf der ganzen Welt.


__________________


Mehr Informationen: www.labyrinthplatz.ch