Der Frühling ist da!
Er hat sich Zeit gelassen. In kleinen und grösseren Schritten hat er sich entfaltet, mit Pausen dazwischen, als ob er noch überlegen musste, ob er wirklich in diese chaotische Welt hinein passt. Wie dringend ich ihn brauchte, wird mir mir erst jetzt in dem Augenblick bewusst, wo ich wahrnehme, dass er da ist.
Foto: Arno Smit
Foto: Arno Smit

Ja! Frühling, wir brauchen dich dringend! Wir brauchen die Erkenntnis, dass Werden und Vergehen und wieder Werden ein endloser Kreislauf ist: der Kreislauf der Natur von Mutter Erde.

Das Schöne am Frühling ist, 
dass er immer dann kommt, 
wenn man ihn am dringendsten braucht. 
Jean Paul

Vielleicht hilft uns der Frühling dabei, wieder ins tiefe, wahrhaftige, ganzheitliche Wahrnehmen zu kommen!? Indem wir uns an seiner Schönheit erfreuen. Die alltäglichen, nervenaufreibenden Dinge und die vielen schrecklichen, angstmachenden Nachrichten mal hintanstellen. Sie sind sowieso da. Und wenn wir ihnen mit unseren Gedanken noch mehr Energie geben, werden sie nur noch schlimmer.

Vielmehr sollten wir durch unser Denken und Handeln den guten Dingen des Lebens mehr Raum geben: «Auch wenn ich wüsste, dass morgen die Welt untergeht, würde ich heute noch einen Baum pflanzen.» Selbst wenn Martin Luther diesen ihm zugeschriebenen Satz nie gesagt hat, ich würde es auch tun. Denn es ist der entscheidende Unterschied zwischen positivem, nach vorne gerichtetem Denken und runterziehendem Pessimismus. Und was wissen wir schon wirklich, was morgen geschieht? Ich weiss, dass ich nichts weiss!

Durch die seit Jahrtausenden vorherrschende patriarchale Erziehung sind die Menschen unserer Zivilisation darauf getrimmt worden, das zu glauben und nachzuahmen, was «Papa» (egal ob in der Familie, Schule, Firma, Staat etc.) vormacht und sagt. Mit diesen «Meinungen» erschaffen wir uns unser Weltbild, das uns einen gewissen Halt für unser Dasein gibt. Damit dieses Weltbild nicht immer ins Wanken gerät, trainieren wir uns dahin, dass wir nur die Informationen wahrnehmen, die zu diesem Weltbild passen, und das eigenständige Denken so weit wie möglich reduzieren.

Der Initiator und Moderator der Homöopathie–Kongress Plattform «United To Heal» Mathias Berner bezeichnet das als selektive Wahrnehmung und damit als selektives Denken. Er sagt, alles, was unserem Weltbild widerspricht, blenden wir aus und denken nicht weiter darüber nach. Das klinge zunächst harmlos, doch es habe weitreichende Folgen für unser Zusammenleben. Wir bewerten unsere Mitmenschen und beginnen in Schubladen zu denken und Menschen auf Meinungen zu reduzieren. Alle, die die gleiche Meinung haben wie ich, betrachte ich als Verbündete: das sind die Guten, und ich rechtfertige leicht alles was sie tun. Die, die eine andere Meinung haben, sind die Bösen, und alles was die tun ist schlecht.

Meinungen sind allerdings manipulierbar, und das funktioniert am besten durch Propaganda, die immer und immer für eine Sache wiederholt wird. Edward Snowden sagt dazu: Das ganze System beruht auf der Idee, dass man der Mehrheit alles einreden kann, solange man es laut und oft wiederholt. Und es funktioniert.

Aber nicht alle lassen sich vor diesen Karren spannen, und so kommt es zu Gruppenbildungen. Eine Spaltung der Gesellschaft geschieht, die den Herrschenden sehr zupass kommt und die sie voran treiben: Teile und herrsche!

Es ist höchste Zeit aus diesem Denken heraus zu kommen. Und es geschieht schon. Wenn, wie ich es bei verschiedenen Gelegenheiten wahrnehmen durfte, jetzt immer mehr Menschen aufwachen, das Spiel durchschauen, und sich in dieser Zeit der Wende bemühen, auf friedliche Art und Weise mit «Andersdenkenden» ins Gespräch zu kommen, wird das der Beginn einer neuen Ära sein. Ein Bewusstseinssprung anstelle von Selbstzerstörung ist an der Zeit – wie Eckhart Tolle es in seinem Buch «Eine Neue Erde» beschreibt.

Ein bewusstes Wahrnehmen der Schönheit der Natur kann ein Anfang dafür sein. Nimm dir die Zeit hinaus zu gehen, den Frühling mit offenen Armen zu begrüssen und das Wachsen und Werden zu beobachten. Vielleicht lehnst du dich mal für einige Augenblicke an einen Baum, oder umarmst ihn. Vielleicht lauschst du mal dem Summen der Bienen, die jetzt endlich wieder hinausfliegen können und frische Nahrung finden. Oder erfreust dich einfach an der immer farbiger werdenden Welt des Frühlings.

Und vielleicht nimmst du dir auch heute Abend um 21 Uhr wieder die Zeit, gute friedenspendende Gedanken, gemeinsam mit vielen anderen, in das morphogenetische Feld des Friedens, der Liebe und des Lebens zu senden. So kann sich die Friedensenergie immer weiter ausbreiten, und wir erschaffen eine neue Welt. Hier schon ein Hinweis auf dieses European Peace Projekt am 9. Mai 2025, 80. Jahrestag nach Beendigung des 2. Weltkrieges.

 

Eva-Maria Gent
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www.gesellschaft-in-balance.de
www.charta-demokratiekonferenz.org

Eva Maria Gent

Eva Maria Gent

Eva Maria Gent (*1951) lebt in Kassel und ist Heilpraktikerin und Homöopathin. Sie ist Ko-Vorsitzende der «Gesellschaft in Balance e.V.», die die «Charta Demokratiekonferenz» entwickelt hat. eva-maria-gent.de

Ich wohne in einer Gemeinschaft mit 16 Erwachsenen und 4 Kindern. Wer mehr darüber erfahren möchte, kann sich noch den Film über uns in der ARD-Mediathek anschauen: https://1.ard.de/Anders_leben_S01_E03

 

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