Die Sammelstiftung Nest wächst kräftig

Das Wachstum der Nest Sammelstiftung, die Pensionskassenbeiträge nach streng ökologischen und ethischen Kriterien anlegt, „ist ungebrochen”, teilte ihr Geschäftsleiter, Felix Pfeifer, am Mittwoch an der Delegiertenversammlung in Zürich mit. Während sich im Jahr 2007 132 Betriebe angeschlossen hätten, seien es in den ersten neun Monaten des Jahres 2008 210 Betriebe mit 1'200 Versicherten gewesen, was Beleg sei für das grosse Vertrauen.
Wer angesichts der Finanzkrise aufgeregte Delegierte erwartet hatte, wurde enttäuscht. Sie nahmen die  Informationen aus Geschäftsleitung und Stiftungsrat ruhig entgegen, obwohl auch Nest mit den Problemen des Finanzmarktes zu kämpfen hat. Während im Jahr 2007 die Anlagerendite noch beachtliche 2,6 % betrug, sank sie bis September 2008 auf minus 3,9 %. Das hatte zur Folge, dass die Wertschwankungsreserven zusammenschmolzen. Mit 3 % lag der Nest-Zinssatz für das Jahr 2007 und 3,5 % für das Jahr 2008 auf dem Vorsorgekapital nach wie vor höher als der BVG-Mindestzinssatz. Pfeifer stellte eine Senkung auf 2009 in Aussicht, um wieder Reserven äufnen zu können: „Die Situation ist ernst, aber wir haben sie im Griff.” Eine leichte Unterdeckung sei zwar bis Ende Jahr zu erwarten, doch drängten sich keinerlei Massnahmen auf, weil Nest in langfristigen Perspektiven denke und auch eine entsprechende Stiftungsstrategie verfolge.
Nest pflege, so Stiftungsrat Christoph Busin, eine „vorsichtige Anlagestrategie”, damit Risiken, die man eingehen müsse, um Gewinn zu erwirtschaften, sich gegenseitig ausbalancierten: 47 % der Anlagen stecken in Obligationen, je knapp 20 % in Aktien und in Immobilien. Vor allem der Aktienanteil ist dafür verantwortlich, dass die Anlagerendite sank. „Wir sind im Rahmen des Marktes ein bisschen weniger schlecht als die andern″, sagte Busin. „Oder besser als die meisten”, kommentierte Pfeifer die Entwicklung mit Blick auf den „Credit Suisse Pensionskassenindex″. Die Pensionskasse Nest hat im Rahmen ihres ökologischen, ethischen, und sozialen Bewirtschaftungsgrundsatzes weder in Firmen investiert, die zusammengebrochen sind noch in solche, die staatliche Unterstützung erhalten haben.
(pd/cp)

Weitere Information:
www.nest-info.ch
03. November 2008
von: