In der 3SAT-Audiothek hatte ich eine Ankündigung gefunden, die mich sehr neugierig machte: «NATUR - DIE GESCHICHTE UNSERES PLANETEN». Mit atemberaubenden Bildern von Menschen, Tieren und Landschaften zeigt der vielfach preisgekrönte französische Filmemacher Yann Arthus-Bertrand in seinem bisher persönlichsten Film die unfassbare Vielfalt unserer Welt.
Gleich im Vorspann ist ein Satz von Victor Hugo zu lesen: «Der Hauptzweck, zu dem der Mensch erschaffen wurde, sein grosses Ziel, seine grosse Bestimmung – das ist: zu lieben – verstehen kommt erst danach.» Und: «Ein erfülltes Leben ist unmöglich ohne ein Band der Liebe und Solidarität zwischen allen Lebewesen auf der Erde.»
Während ich die wunderschönen Bilder des Filmes betrachte, kann ich mir gar nichts anderes vorstellen, als die Welt zu lieben. Zu sehen, wie die Natur und seine Wesen miteinander kooperieren und sich dem Kreislauf des Lebens anpassen: Dort, wo die Bedingungen es zulassen, entwickelt sich Leben, und wählt aus unendlich vielfältigen Möglichkeiten die geeignetsten Zutaten für seine entsprechende Erscheinungsform aus. Evolution ist eine Geschichte ständiger Anpassung.
So vollzog sich vor Millionen von Jahren auch die Entwicklung des Menschen. Sie lebten über viele Zeitalter in Kooperation und im Einklang mit der Natur. Die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse zeigen, dass noch vor 10 bis 12tausend Jahren die Menschen friedlich in matrilinearen Sippen, in kleineren und grösseren Gemeinschaften gelebt und sich als Wir-Teil des Gesamtorganismus Erde gesehen haben.
Erst mit Beginn der Individualisierung, mit Ackerbau und Viehzucht und dem Anspruch auf Besitz und Eigentum änderte sich das. Götter und Religionen wurden erfunden. Die Menschen grenzten sich immer mehr von einander ab, und entfernten sich immer weiter weg von der Natur. Der Mensch wollte herrschen, sich die Erde untertan machen (siehe auch: sich-die-erde-untertan-machen-und-andere-fehldeutungen-der-bibel). Mit unserer Hybris und der verlernten Fähigkeit, mit der Natur zu kooperieren, haben wir ein riesiges ökologisches Chaos geschaffen.
Laut Wissenschaft fanden innerhalb der letzten 580 Mill. Jahren 5 Massenaussterben auf der Erde statt – weil die Natur es so wollte. Wo stehen wir heute? Viele Zeichen deuten darauf hin, dass wir dicht vor dem 6. Aussterben stehen – diesmal: von Menschen gemacht?
Wir zerstören die Natur durch Ackergifte, Ewigkeits-Chemikalien, unvorstellbar riesige Abholzungen, und vielem anderen mehr. Dazu kommen die mörderischen Pläne zu «Kriegsertüchtigung« mit «Verteidigungskrieg« und ähnlichem Schwachsinn …
Wenn man die Veränderung zum Besseren für unmöglich hält, wird sie auch nicht kommen. (Noam Chomsky)
Nur ein radikales Ändern unseres Denkens und Verhaltens kann ein solches Aussterben noch verhindern. Weltweit gibt es schon viele Initiativen zur Wiederbegrünung der Natur, sogar der Wüste, Biotope werden geschaffen, Bäume gepflanzt, Bach- und Flussläufe wieder renaturiert, usw..
Aber für die grosse Veränderung zum Besseren, zum Erhalt der Welt, genügt das nicht. Jeder Einzelne von uns muss etwas dafür tun. Schau dir den Film an. Geh hinaus in die Natur, in den Wald, und verbinde dich mit ihrem Wesen. Vielleicht kommen Gedanken wie: Mit welcher Veränderung meines Verhaltens und meines Konsums kann ich der Natur etwas Gutes tun? Womit kann ich ihre Zerstörung aufhalten? Und nach den Gedanken: «Es gibt nichts Gutes, ausser man tut es!»
Deine guten Gedanken schicke heute Abend um 21 Uhr wieder in das morphogenetische Feld der Liebe und des Friedens – dann kann die Veränderung geschehen.
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