Furchtlos vor dem Unvermeidlichen

«Will man zum inneren Frieden finden, muss man sich auch Ängsten stellen. Dazu braucht es Mut.» Diese Überzeugung steht hinter dem Kunstprojekt «furchtlos» der Zuger Künstlerin Marianne Iten Thürig im Krematorium Nordheim in Zürich. Im Kreuzgang dieses schönen Ortes stellt sie Seidenmalereien über die Urangst vor dem Tod aus, die sie gleichzeitig zu überwinden versuchen.

Die Künstlerin hat schon verschiedene Menschen in ihren letzten Tagen und Stunden begleitet und dabei festgestellt, dass sich an einem gewissen Punkt «ein überwältigendes Gefühl der bedingungslosen Liebe und des unendlichen inneren Friedens» einstellt. «Alles wird eins.» Das Mysterium dieses inneren Friedens zu finden sei allerdings einfacher gesagt als getan. Das erfordere Disziplin, sagt Marianne Iten, und eine furchtlose Hingabe. Die Seidentücher sind Ausdruck dieses inneren Weges. Auffällig ist die Präsenz von Gesichtern auf den Arbeiten. 50 Menschen sind dem Aufruf der Künstlerin gefolgt, haben ihr Gesicht zur Verfügung gestellt und mit einer speziellen Technik auf die Seide übertragen.


furchtlos – wie kann ich in Frieden gehen!?! Seidenwerke von Marianne Iren Thürig. Krematorium Nordheim, Käferholzstrasse 101, 8046 Zürich. 30. April bis 29. Okt. 2017. Mo-Fr 08.30-16.30 Sa+So 08.30-11.30, Weitere Informationen: www.farbreise.ch

Am Samstag 12. August 2017 findet im Innenhof des Krematoriums Nordheim eine Performance zum Thema «furchtlos» statt mit Steve Clorfeine aus New York und seinem europäischen Ensemble. Ein Stück, das aus der Dichte des Augenblickesschöpft und die Präsenz der Mitwirkenden bewegt.17.30 UhrKollekte
06. August 2017
von:

Über

Christoph Pfluger

Submitted by admin on Do, 07/13/2017 - 08:33

Christoph Pfluger ist seit 1992 der Herausgeber des Zeitpunkt. "Als Herausgeber einer Zeitschrift, deren Abobeitrag von den Leserinnen und Lesern frei bestimmt wird, erfahre ich täglich die Kraft der Selbstbestimmung. Und als Journalist, der visionären Projekten und mutigen Menschen nachspürt weiss ich: Es gibt viel mehr positive Kräfte im Land als uns die Massenmedien glauben lassen".

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