Honigbienenhaltung der Zukunft – die neue Verantwortung von Gesellschaft und Imker

Am Samstag, den 26. August findet die «Rechtobler Bienentagung» statt – am Sonntag, 27.8., folgt ein Workshop mit dem Titel «Was wir von wild lebenden Honigbienen für unsere Imkerpraxis lernen können».

Foto: Skyler Ewing

Bienen nehmen im Kreislauf der Natur eine herausragende Rolle ein. Sie dienen uns mit ihren Bestäubungsleistungen und sind ein Zeiger für ein harmonisches Zusammengehen von Mensch und Natur. Ohne Bienen, so befinden die meisten Ernährungswissenschaftler, würde die Menschheit verhungern. 

Bienen faszinieren und inspirieren auch durch ihre soziale Struktur, ihren Tanz und ihre unglaubliche Kommunikationstätigkeit – und sie sind dramatisch bedroht durch Agrarchemie und andere Auswirkungen moderner Technik, Strahlung, Naturzerstörung. 

Zur «Rechtobler Bienentagung» im Gemeindezentrum von Rehetobel lädt Emanuel Hörler vom Erlebnisweg Honigbienen Rehetobel ein – und hat eine Reihe kompetenter Rednerinnen gewinnen können.

«Menschen und Tiere – insbesondere Bienen – bereichern mein Leben,» schreibt Bigna Zellweger, die mit ihrer Familie und dem Familienhund im kleinen Bergdorf Tenna im ursprünglichen Safiental (GR) lebt. Die Zoologin, Sterbebegleiterin und Imkerin möchte Honigbienen in ihrem ursprünglichen Lebensraum, dem Wald, beobachten. Sie gibt in Ihrem Vortrag einen Einblick in die immense Vielfalt und die verschiedenen Ebenen, wie sich Honigbienen vor Krankheiten schützen und was der Lebensraum Wald dazu beitragen kann.

Belinda Battaglia ist Familien-, Haus-, Garten-, Bienen-Frau aus Fanas im Prättigau. Sie sagt: «Das Leben ist faszinierend und das Arbeiten bei und mit den Bienen gibt einem einen Einblick mitten ins Leben. Ins Werden, ins Sein und ins Vergehen. In den ewigen, heiligen, geheimnisvollen Kreislauf des Lebens. Es ist ein Geschenk.Ich will von ihm lernen, das Leben begreifen, schätzen und achten und wo nötig beschützen.Ich will ihm nützen.»

Über die «Suche nach gesunden Honigbienen und die Verantwortung der Imkerinnen und Imker» spricht Sigrun Mittl, Diplom-Biologin und seit 34 Jahren beruflich im Natur- und Artenschutz tätig. Seit 10 Jahren erforscht sie die einheimische Dunkle Biene und die Honigbiene in Imkerhand im Spannungsfeld zwischen Naturschutz und Nutztierhaltung. Ihr Schwerpunkt liegt dabei auf der Vermittlung von wissenschaftlich fundiertem Wissen zur nachhaltigen Bienenhaltung, zur einheimischen Dunklen Biene und dem Schutz der wild lebenden Honigbienen. Siehe dazu auch ihren Blog https://bienen-dialoge.de oder ihr Buch «Nachhaltig imkern mit gesunden Honigbienen.»

Laetizia Ban, Juristin und rechtswissenschaftliche Mitarbeiterin bei der Stiftung für das Tier im Recht (TIR), beschäftigt sich mit juristischen Fragestellungen rund um unsere einheimischen Wildtiere und Insekten. Die Stiftung für das Tier im Recht (TIR) setzt sich für einen starken rechtlichen Mehr dazu: www.tierimrecht.org/de/ Seite 2 von 2

Tagungsablauf 26.08.2023

Ab 08.45 Eintreffen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer

09.30 Begrüssung und Einleitung des Anlasses

09.35 – 10.25 «Biene im Recht» Laetitia Ban

10.55 – 11.45 «Immunität in Honigbienenkolonien hat viele Gesichter» Bigna Zellweger

14.00 – 14.50 «Mis Immela – Gedanken über meine Bienenhaltung» Belinda Battaglia

15.00 – 15.50 «Die Suche nach gesunden Honigbienen und die Verantwortung der Imkerinnen und Imker» Sigrun Mittl

Tagungsgebühr CHF 45 / Libanesisches Buffet CHF 35.- inklusive Wasser und Pausentee.

Anmeldung bitte per Mail auf [email protected] und durch die Einzahlung auf IBAN CH 47 8080 8002 4220 8877 3 Erlebnisweg Honigbiene Rehetobel Holderenstrasse 33, 9038 Rehetobel (Raiffeisenbank Heiden)


 

03. August 2023
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