Aktivistische Wanderung übt scharfe Kritik am alljährlichen Weltwirtschaftsforum in der Schweiz
Vom 17.-18. Januar tragen viele unterschiedliche Aktionsgruppen zusammen mit dem Bündnis StrikeWEF via einer Protestwanderung nach Davos ihre Forderungen kreativ auf die Strassen des für den Lobby-Gipfel beinahe komplett abgeschotteten Bergdorfs.

Auf der tief verschneiten, zwei Dutzend Kilometer langen Strecke Küblis-Davos und auf bis zu über 1500 Metern Höhe wird klar, worum es hier geht. Anstelle eines autoritären Kapitalismus, der sowohl auf Wachstums- als auch Profitlogiken basiert und Ausbeutung, Kriege sowie den Klimakollaps befeuert, benötigen wir eine bedürfnisorientierte Demokratisierung der Wirtschaft.

Strike WEF: "Angesichts dieser Weltlage können wir uns superreiche Krisen-Profiteure einfach nicht mehr leisten. Wir wollen Reichtum vergesellschaften und öffentlichen Luxus maximieren. Was wir brauchen ist Gesundheit, Bildung und Mitbestimmung für Alle statt eine Machtkonzentration bei einigen Wenigen!"

Ebenfalls wird die Abschaffung des hochgerüsteten WEFs gefordert - zugunsten einer demokratischen, solidarischen und antikolonialen Alternative: dem Weltsozialforum, 'das andere Davos'. Die dringend benötigten Reparationszahlungen an ausgebeutete Regionen des sog. 'Globalen Südens' aufgrund von Kolonialverbrechen und Klimafolgeschäden würden auf dem Exklusiv-Treffen der Superreichen nämlich höchstens von oben herab verhöhnt.

Auch wird dieses Jahr insbesondere die ungebremst eskalierende Aufrüstungs- und Kriegsspirale addressiert, die für blutige Profite Mensch und Natur ins Verderben zieht. "Mehr Waffen und Überwachung schaffen keine Sicherheit, und schon gar keinen sozial gerechten Frieden!", bekräftigt eine Teilnehmerin.