Appell für Diplomatie mit Russland: Partei Die Basis fordert Ende der Einmischung
Sanktionen und Waffenlieferungen zerstören alte Freundschaft

Die basisdemokratische Partei Deutschland (dieBasis) ruft mit der Aktion «Frieden mit Russland» zu einem sofortigen Kurswechsel auf. Am 8. Mai 2026, dem 81. Jahrestag der Befreiung vom Nationalsozialismus durch die Rote Armee, plant sie eine stille Mahnwache auf dem Alexanderplatz in Berlin. Etwa fünfzig Teilnehmende in weissen Einweganzügen wollen mit Schildern Passanten zum Nachdenken anregen.

Die Partei kritisiert die deutsche Einmischung in den Konflikt zwischen Russland und der Ukraine sowie die Sanktionen der Europäischen Union scharf. Diese Massnahmen würden die gewachsene Freundschaft zwischen Deutschland und Russland zerstören. Russland sei kein Feind des deutschen Volkes. Frieden sei durch Verhandlungen und die Berücksichtigung der Sicherheitsinteressen aller Beteiligten erreichbar.

Kernforderungen sind die sofortige Aufhebung sämtlicher Sanktionen sowie der vollständige Stopp militärischer und finanzieller Unterstützung für die Ukraine. Die Organisatoren wenden sich gegen die tägliche Kriegspropaganda aus Politik und Medien. Sie erinnern an die Millionen Opfer des Zweiten Weltkriegs – darunter 27 Millionen Sowjetbürger – und mahnen, dass jeder weitere Krieg nur Not und Elend bringe.

Die Aktion findet von 16 bis 18 Uhr am Brunnen der Völkerfreundschaft statt. Die Partei, die 2020 aus der Protestbewegung gegen die Corona-Massnahmen entstanden ist, setzt sich für gewaltfreie Lösungen, freie Berichterstattung und den Erhalt von Wohlstand ein. Sie plant zudem die Teilnahme an den Berliner Abgeordnetenhauswahlen im September 2026.