Das Blutbild bringt es an den Tag

Die Auflösung alter Glaubensmuster verändert sogar das Blut

Anstatt sich selber zu sein, identifizieren sich die meisten Menschen im Verlaufe ihres Lebens mit der Rolle, in die sie hineingeboren werden..Der daraus entstehende Stress und seine Auflösung manifestieren sich sogar im Körper und in unserer Umwelt.


Wir alle werden in bestimmte Rollen hineingeboren, beeinflusst von unseren Eltern und der Welt, in die wir gelangen. Das Glaubensmuster der menschlichen Erfahrung beinhaltet, dass wir diese Rolle nicht nur spielen, sondern zu dieser Rolle werden.
Die starke Identifikation mit den Gedanken und Gefühlen verstärkt unseren Glauben an die Rolle, die wir spielen. Eine Gefühl erwacht im Körper, wir glauben, es sei unseres und als Folge davon werden wir auf einer körperlichen Ebene zu diesem Gefühl. Dasselbe passiert mit den Gedanken. So kreieren wir eine Persönlichkeit, die aufgrund der vielfältigen und komplexen Erfahrungen erwartet, dass sich die Welt ihnen auf eine ganz bestimmte Art darstellt. Das Leben allzu persönlich zu nehmen kann problematisch sein...

Ein Beispiel: Ein junger Mann, mit dem ich vor vielen Jahren arbeitete, erzählte mir, er begegne überall kämpfenden Menschen. Ich antwortete, er müsse ein spannendes Leben führen, ich würde nie kämpfende Menschen antreffen. «Aber das musst Du doch auch», unterbrach er mich, «die sind überall». «Überall in Deiner Realität, aber nicht in meiner», antwortete ich. Weil dieser junge Mann viel Wut und Gewalt mit sich trug, zweifellos als Ergebnis seiner Vergangenheit und wahrscheinlich auch der von Vorfahren, erwartete er, dass sich die Welt auf eine bestimmte Art präsentiert. Da er die Welt als einen gewaltbereiten, wütenden Ort erwartete, sah er sie auch so. Wie innen, so aussen!
Das tun wir alle. Vielleicht nicht mit überall kämpfenden Leuten, aber wir sehen die Welt, wie wir sie erwarten zu sehen. Wahrscheinlich hat dieser junge Mann nicht bewusst eine gewalttätige Welt ausgewählt, aber seine Schatten, die tief im Unbewussten vergrabenen Teile, haben seine manifestierte Realität geprägt. Und versteckte oder verleugnete Schatten kreieren oft gerade die unbequemen Aspekte. Wir beschuldigen die Anderen, das Wetter, den Job, die Politiker, irgendjemanden oder irgendetwas, nur nicht uns selbst.

Die fortlaufende Auslagerung der eigenen Probleme enthält keine Lösung. Sie fördert höchstens unsere Schwierigkeiten, indem sie Gefühle und Gedanken weiter polarisiert und auflädt. Es entstehen Widerstände gegen Situationen oder Personen. Aber auch Andere, mit einem anderen Hintergrund, werden von der Welt erwarten, sich auf ihre Art zu präsentieren. So entsteht der ewige Stolperstein, der Streit um Standpunkte. Jeder glaubt, er sei im Recht.
So lange wir überzeugt sind, wie die Dinge sein sollten, um uns sicher und geborgen zu fühlen, begegnen wir dem Gegenteil. Im Grunde genommen ist das ein Ausdruck des inneren Ungleichgewichts. Je mehr wir andere oder uns selber bewerten, desto mehr inneres Chaos kreieren wir. Je mehr inneres Chaos wir erschaffen, umso mehr wird sich das äusserlich manifestieren. Vielleicht kreiert das innere Chaos Unwohlsein oder Krankheit, physisch, emotional oder psychisch. Die Zellen des Körpers können sich wegen der andauernden Bemühungen, den Schatten vergraben zu belassen, nicht mehr gesund fortpflanzen. Die Beschuldigung Anderer und das Verleugnen der eigenen Vergangenheit verursachen auf der Zellebene die Überlegenheit bestimmter Rezeptoren, wie der amerikanische Zellbiologe Bruce Lipton, Autor des preisgekrönten Buches «The Biology of Belief» (2006, dt. «Intelligente Zellen») festgestellt hat. Diese entsprechen bestimmten, in der Vergangenheit geförderten Verhaltensmustern. Wenn eine Art von Rezeptoren die Zellwände dominiert, werden andere, vielleicht nützlichere Rezeptoren ausgemustert. Setzt sich ein solches Ungleichgewicht unbemerkt fort, kann die Zelle keine weiteren gesunden Zellen mehr produzieren. Das Immunsystem gerät in Stress und versucht dauernd, den gesunden Zustand wiederherzustellen, während das Unbewusste ein immer grösseres Chaos verursacht und sich im Aussen immer mehr Probleme manifestieren.
Die Versuchung ist gross, sich gegen den Stress anderer Standpunkte zu schützen. Dieses Bedürfnis entsteht allerdings nur aufgrund dessen, was wir zu sein glauben. Wenn sich das Glaubensmuster verändert, entfällt das Schutzbedürfnis.

Diese Lebensweise wird schnell zur einzig vorstellbaren Lebensweise, zur akzeptierten Art, sich in der Welt zu verhalten. Je mehr wir versuchen, die unbewusst geschaffene Situation zu retten, desto mehr unterstützen wir das alte Zellmuster und umso mehr müssen wir «etwas tun», das Gleichgewicht wiederherzustellen. «Etwas zu tun» benötigt viel Energie, Zeit und häufig auch Geld. Das sind alles beschränkte Ressourcen. So verbringen wir unser Leben damit, Schaden zu begrenzen und Feuer zu löschen, die wir zuvor selber angezündet haben.
Im Verlauf dieses Prozesses halten wir Ausschau nach Gleichgesinnten, die unsere Anstrengungen unterstützen, die Situation wieder in einen Zustand zu bringen, den wir für ausbalanciert halten. Das gibt unserem Standpunkt noch mehr Energie. Er wird zu einem kollektiven Standpunkt, der automatisch einen gegenteiligen Standpunkt gleich starker Energie anzieht. Die Spirale gerät ausser Kontrolle. Es braucht noch mehr Energie, Zeit und Geld, um der Opposition entgegenzuwirken. Jetzt wird es offensichtlich, wo diese Strasse hinführt und wo sie schon immer hingeführt hat: in den Konflikt!
Das stimmt nicht nur bei globalen Konflikten sondern auch im Kleinen, zum Beispiel in den persönlichen Beziehungen. Wenn sich jemand verliebt, dann ist die chemische Reaktion, die durch das Verlieben im Körper ausgelöst wird, beflügelnd und angenehm! Erinnerst Du Dich, wie die Vögel wunderbar sangen, die Regentropfen wie Diamanten funkelten und jedes Lied, das im Radio gespielt wurde, nur für Dich war? Das sind Indikatoren für das Eins-Sein, ein Zustand von Glückseligkeit, ausgelöst durch Botenstoffe, die vom Körper im Zustand des Verliebtseins ausgeschüttet werden. Sie überflügeln die Kräfte der Schatten.
Dann gehen die Flitterwochen vorbei. Der Zustand der Liebe kann nicht aufrecht erhalten werden, wenn zu viel Vergangenheit verleugnet wird, und der Mensch fällt zurück in die Persönlichkeit mit ihren Schatten und Schuldzuweisungen. Bedingungslose Liebe wird ersetzt durch Liebe unter Bedingungen. Der Druck auf das körperliche System wächst, und früher oder später etabliert sich wieder das altbekannte innere Chaos, das wir schliesslich als «Gleichgewicht» anerkennen. So werden wir dauernd von Altbekanntem angezogen, auch wenn es ziemlich zerstörerisch ist – nur weil wir keinen besseren Weg kennen.

Die Rückkehr zum Altbekannten wird durch Bilder von Blutproben unterstrichen, entnommen in verschiedenen Stadien einer Methode zur persönlichen «Energie-Klärung». Das ist eine von mir entwickelte Methode zur Unterstützung von Veränderungen und Ausgeglichenheit in den Menschen und der Umgebung.

Das erste Bild (aufgenommen mittels Dunkelfeldmikroskopie) zeigt Blut vor jeglicher «Energie-Klärung». Diese Probe ist typisch für alle getesteten, auch wenn es individuelle Unterschiede gibt. Die Zellen sind nahe beisammen, es hat viele «Target cells» mit Parasiten – ein nicht sehr gesundes Blut. Der Körper hat offenbar gelernt, sich selber in dieser chaotischen Art zu reproduzieren, aufgrund Konditionierung in der Vergangenheit und Identifikation mit emotionalen Energien und Gedanken aus unbewussten Glaubensmustern. Wenn wir «etwas tun» wollen, um ins Gleichgewicht zu kommen, ignorieren wir in der Regel die Grundursache, die Muster, an denen wir festhalten. Bis dieses System umprogrammiert ist, wird es weiterhin Chaos erschaffen, so dass jede andere Intervention in Konflikt steht mit dem, was der Körper fälschlicherweise zu tun glaubt.

Während ein System inneres Chaos manifestiert, wird sich das Umfeld anpassen, um mit dem chaotischen System in Balance zu kommen. Wir fühlen uns dann in einem Umfeld «zu Hause», in dem es anderen überhaupt nicht wohl ist, weil ihr eigenes inneres Chaos nicht in Übereinstimmung mit unserem inneren Chaos ist. Wir erkennen, dass gewisse Typen von Personen in bestimme Typen von Beziehungen gezogen werden oder bestimmte, energetisch einzigartige Umgebungen bevorzugen. So finden wir eine Art Balance im Leben, auch wenn sie nur relativ ist zum eigenen inneren Tumult.

Unsere Bluttests zeigten, dass jede Person bis zu einem bestimmten Grad im Chaos lebte, ohne das zu realisieren. Sie waren so sehr an die eigene Realität gewöhnt, dass sie sie nicht mehr objektiv wahrnehmen konnten.

Bild 2 zeigt eine Blutprobe, die sofort nach einer «Energie-Klärung» genommen wurde. Der Klärende tut dabei nichts weiter, als die hochkommenden physischen Empfindungen, Gefühle und Gedanken wahrzunehmen und ihnen zu erlauben, vorbeigehen dürfen, ohne sie zu bewerten oder persönlich zu nehmen. Dies ermöglicht es dem Individuum, den im Körper gestauten Stress gehen zu lassen. In Bild 2 wird der sich abbauende Stress sichtbar. Die Blutkörperchen haben sich zusammengefügt in einen Zustand von Rollen, ähnlich einer Rolle von Geldmünzen. Sie sind verklumpt und haben offensichtlich die Vitalität verloren. Es scheint eine Reaktion des Körpers auf andauernde Stress-Konditionierung zu sein. Je mehr und je länger der Körper unbewusst kreiertem Stress unterworfen war, umso wahrscheinlicher gerät er in dieses Rollen-Stadium.
Wer an chronischer Müdigkeit leidet, dessen Blut wird aller Wahrscheinlichkeit nach so aussehen. Gesunde Blutkörperchen müssen sich auf halbe Grösse zusammenfalten können, um durch einige der ganz kleinen Kapillaren zu schlüpfen. Die grossen Blutklumpen können das nicht und versorgen den Körper daher ungenügend. Das erklärt auch, warum viele nach Therapien wie Akupunktur, Massagen, Reiki, Reflexzonentherapie oder natürlich «Energie-Klärung» zuerst einmal ziemlich müde sind.

Bild 3 stammt von einer Blutprobe, 20 Minuten nach Abschluss der «Energie-Klärung». Die Zellen sind einzeln, schön ausgeformt, frei beweglich – gesundes Blut! Ein System wurde aus dem Chaos genommen und in Harmonie gebracht.

Die grösste Herausforderung ist es, das neue Muster zu erhalten, bis der Körper sich an diesen Zustand gewöhnt hat und seine Zellen dann entsprechend reproduziert, für ein gesünderes, ausgeglicheneres Leben. Das bedeutet nicht nur ein stressfreieres Leben im Inneren. Alte Situationen, die das chaotische System angezogen hatte, werden nicht mehr länger ein Teil des Lebens dieser Person sein. Je mehr Zeit wir in einer angepassteren Umgebung verbringen, umso besser die Chance, den Körper so zu erziehen, dass er sich anstrengungslos in einer balancierten, harmonischen Art reproduziert.
Um sich überhaupt auf diese Reise begeben können braucht es etwas Bewusstsein. Wir können anfangen zu spüren, wie sich unser Körper anfühlt, wenn er mit bestimmten Situationen konfrontiert wird. Wir können erkennen, wie die Reaktionen des Körpers konditioniert wurden und dass uns die Zukunft, wenn wir so weiterfahren, nur noch mehr vom Gewohnten bringen wird. Durch das Wahrnehmen von Gefühlen, ohne sie dabei aber weiter zu verstärken, können wir nach und nach den Einfluss unserer Vergangenheit auf die Gegenwart durchbrechen und so eine neue Lebensweise zulassen. Eine Lebensweise ohne Stress und ohne Chaos und ohne Manifestationen alter Konditionierungen – eine neue, gesündere Welt im Gleichgewicht.
 
Der britisch-australische Doppelbürger Eric Dowsett (*1949) hat eine Methode zur Klärung unbewusster Glaubensmuster entwickelt und ist Autor der Bücher «The Moment That Matters», «Loving who Shows up» und «First Aid – A Guide to Greater Health and Happyness».
Er gibt Workshops in aller Welt, in der ersten Septemberhälfte auch in der Schweiz.
4. September 2010 in Bern: «Heile deine Vorfahren – heile dich selbst»,
11. September in Schüpfen/BE: «Leben in einer suchtfreien Beziehung». Beide Workshops werden auf Deutsch übersetzt.
Kosten: Fr. 170.-, bzw. 160.-.

Für mehr Informationen zu dieser Arbeit kontaktieren Sie Franziska Würsten Tel. 079 704 04 39 oder per E-Mail [email protected] oder http://www.ericdowsett.com



Übersetzung: Franziska Würsten/Redaktion Zeitpunkt

Die Bilder der Blutproben stammen vom kanadischen Arzt Dr. Neil Blacklock [email protected]
12. August 2010
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