Durch­fahrts­abgabe: Chance für weniger Verkehr im Alpen­raum
Der Entscheid ist ein wichtiges Signal zum Schutz des Alpen­raums vor über­mässigem Personen­verkehr. hinterlässt aus Alpen­schutz-Perspektive jedoch insgesamt gemischte Gefühle

Über Ostern droht wieder Verkehrschaos auf den Nord-Süd-Achsen durch Transitautos, mit Ausweichverkehr in Dörfer und starker Belastung für Anwohner. Der Nationalrat hat (wie zuvor der Ständerat) eine verkehrsabhängige Durchfahrtsabgabe für den internationalen Transit-Personenverkehr beschlossen. Pro Alps begrüsst dies als Lenkungsinstrument gegen Spitzen und Ausweichverkehr, fordert aber rasche, wirksame Umsetzung, temporäre Fahrverbote auf Kantonsstrassen sowie zweckgebundene Einnahmen für Verlagerung, ÖV und Alpenregionen – nicht für Strassenausbau.

Im Güterverkehr ist die Lage alarmierend: Schiene verliert 2025 erneut Marktanteile (vier Jahre in Folge). Die LSVA-Revision wurde verpasst, um den Strassengüterverkehr zu bremsen; nur eine schwache Motion zur Tarifprüfung wurde angenommen. Positiv: Fortführung der Förderung des kombinierten Verkehrs über 2030 und Weiternutzung Rollende Landstrasse-Mittel. Pro Alps-Vorstände reichten Interpellationen zu WLV und Lötschberg-Achse ein, um Transparenz und Korrekturen zu fordern.