Der seit Wochen andauernde Krieg gegen den Iran bedroht die langjährige Vorherrschaft der USA in der Golfregion. Nach US-israelischen Angriffen hat Teheran mit massiven Vergeltungsschlägen reagiert – darunter Raketenangriffe auf Städte, Entsalzungsanlagen und Infrastruktur in mehreren Golfstaaten. Die Golfmonarchien – Saudi-Arabien, Vereinigte Arabische Emirate (VAE), Katar, Kuwait, Bahrain und Oman – fühlen sich von Washington im Stich gelassen, da amerikanische und eigene Abwehrsysteme zahlreiche iranische Geschosse nicht abfangen konnten.
Diplomaten berichten von wachsendem Unmut in den Hauptstädten. Die Golfstaaten, die den Konflikt nie wollten, sehen ihre Sicherheitszusagen an die USA als zunehmend hohl an. Experten warnen: Ein längerer Krieg könnte die Petro-Monarchien dazu bringen, neue Schutzmächte zu suchen – etwa China oder Russland. Besonders der Petrodollar gerät unter Druck, sollte das Vertrauen in die US-Schutzmacht weiter erodieren.Während Präsident Trump von raschen Erfolgen spricht, zeichnet sich ein regionaler Flächenbrand ab, der die Machtbalance am Golf nachhaltig verändern könnte.