In den USA sorgt ein Gesetz zur Verkehrssicherheit für wachsende Kontroversen. Grundlage ist der Infrastructure Investment and Jobs Act von 2021, unterzeichnet von Joe Biden, der die Einführung verpflichtender Systeme zur Erkennung beeinträchtigter Fahrer in Neuwagen vorsieht. Die zuständige Behörde NHTSA arbeitet an Standards, die Hersteller künftig umsetzen müssen.
Ziel ist es, Alkohol- oder Drogenkonsum frühzeitig zu erkennen und das Starten eines Fahrzeugs zu verhindern. Diskutiert werden Technologien wie Atemsensoren, Fingerabdruck-Scanner oder KI-Systeme, die Augen- und Kopfbewegungen analysieren.
Kritiker warnen jedoch vor massiven Eingriffen in die Privatsphäre und sprechen von einem möglichen „Kill Switch“, der Fahrzeuge im Extremfall kontrollierbar mache. Auch Autohersteller äussern Zweifel an der Zuverlässigkeit der Technik und verweisen auf Fehlalarme.
Politisch bleibt das Thema umstritten: Ein Versuch, die Finanzierung zu stoppen, scheiterte im US-Kongress. Während Befürworter die Massnahme als wichtigen Beitrag zur Verkehrssicherheit sehen, befürchten Gegner eine schleichende Überwachung im Alltag.