Kunst, Abfall und Menschen, die über sich hinauswachsen

Das zeigt der Film "Waste Land", der am Sonntag, 23. September 2012, zum Abschluss der Zürich Multimobil 2012 um 19.30 Uhr im Literaturhaus in Zürich von „Filme für die Erde“ präsentiert wird.

Die Veranstaltung
Der Verein „Filme für die Erde“ lädt alle Interessierten zu einem kostenlosen und spannenden Filmabend an der Multimobil im Literaturhaus ein. Auf jede/n Besucher/in wartet nach dem Film eine kostenlose DVD zum Mitnehmen, die an Freunde und Bekannte weitergegeben werden soll. Ein kleiner aber feiner Bio-Apéro wird den Filmabend geschmacklich abrunden.

„Waste Land“: Kunst schafft Bewusstsein
Dieser etwas andere Dokumentarfilm hat Kritiker überzeugt und erhielt Auszeichnungen an der Berlinale 2010, 2011 eine Oscarnominierung und viele andere Ehrungen. Die Regisseurin Lucy Walker wandelt drei Jahre auf den Spuren des Fotografen und Künstlers Vik Muniz und dokumentiert ein Kunstprojekt in einer der weltgrössten Mülldeponien. Gegenstand der Installation sind Portraits der Menschen, die den Müll der Deponie “Jardim Gramacho” tagtäglich nach
Recycling-Material durchwühlen. Die auf dem Boden gross projizierten Portraits werden durch gesammelten Müll von den „Catadores“ (Pflücker der Deponie) unter Anleitung von Muniz zu eindrucksvollen Kunstobjekten. Was an diesem Film so besonders ist: Er lässt Abfall in einem anderen Licht erscheinen. Denn die
Strukturen unserer Konsumgesellschaft und unseres Konsumverhaltens lassen sich weder vom Ökosystem, noch von uns Menschen getrennt betrachten. Das Motto „Aus den Augen, aus dem Sinn“ entspricht nicht der Realität. Denn: Was wir wie konsumieren und wegwerfen, formt die Welt technisch, sozial und ökologisch.

Der Künstler Vik Muniz
Der brasilianische Künstler Vik Muniz ist ein interessanter, facettenreicher und bedeutender Künstler der Gegenwart. Der heute 51-jährige Muniz stellt seine Werke weltweit aus und leitet eine Kunstschule, das „Centro Espacial“ in Rio de Janeiro. Dort realisiert er u.a. mit Kindern, die ihren Alltag in städtischen Slums verbringen, Kunstprojekte, die Aufsehen erregen. Wenn von Vik Muniz die Rede ist, dann wird fast ausnahmslos auch seine Nachbildung der Mona Lisa aus Erdnussbutter und Marmelade erwähnt. Seine Projekte haben eins gemeinsam: Kunst soll (Verantwortungs-)Bewusstsein schaffen.

Der Verein „Filme für die Erde“
„Filme für die Erde“ ist eine von der UNESCO anerkannte Umweltinitiative mit Sitz in Winterthur. Das übergeordnete Ziel von „Filme für die Erde“ ist es, zum Erhalt der Integrität des Ökosystems der Erde beizutragen, der Grundlage des Lebens. Dazu hat sich der gemeinnützige Verein entschlossen, mehr Menschen zu bestehenden Umweltdokumentarfilmen zu bringen. Die verwendeten Filme werden jeweils von einer Filmjury auf Qualität und Wissenschaftlichkeit geprüft
und ausgewählt. Seit seiner Gründung im Jahre 2007 hat „Filme für die Erde“ bereits über 20‘000 DVDs an Privatpersonen, Politiker und Schulen verteilt und mit über 180 Firmen zusammengearbeitet. Unterstützt werden die verschiedenen grösseren und kleineren Aktionen unter anderem vom Hauptsponsor Swisscom. Die Website www.filmefuerdieerde.ch ist ausserdem das grösste deutschsprachige Portal zum Thema Film und Nachhaltigkeit.

Links
Mehr Infos zum Anlass auf http://filmefuerdieerde.ch/12-9-23
Trailer, Bewertung, Bilder zum Film auf http://filmefuerdieerde.ch/waste-land
Zudem gibt es aktuelle Updates via http://www.facebook.com/FilmefurdieErde

Datum/Ort/Zeit
Sonntag, 23. September 2012, Literaturhaus Zürich (Limmatquai 62)
Filmbeginn um 19.30 Uhr

Organisation und Medienkontakt
Verein Filme für die Erde
Steinberggasse 54
8400 Winterthur
Kai Pulfer / Daniela Schöb
Tel. +41 52 202 25 53
[email protected]
21. September 2012
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