Die Umwelt- und Verbraucherschutzorganisation diagnose:funk hat die wissenschaftliche Studienlage zur Wirkung von Mobilfunkstrahlung auf Embryo, Fötus und Kleinkind ausgewertet. In einer Zusammenstellung von über neunzig peer-reviewten Studien und acht Übersichtsarbeiten aus den Jahren 1982 bis 2025 zeigen sich sieben zentrale Erkenntnisse zu möglichen Beeinträchtigungen der frühen Entwicklung.
Zu den wichtigsten Befunden gehören oxidativer Zellstress, genetische Schäden, Störungen der Embryonalentwicklung, Beeinträchtigung der Eizellreifung sowie Veränderungen an Organen wie Gehirn, Herz und Leber. Besonders empfindlich sind Bereiche für Lernen und Gedächtnis. Die Schäden können bis ins Erwachsenenalter reichen und sogar auf nachfolgende Generationen übergehen.
Die Organisation stellt ein Faktenblatt und eine detaillierte Broschüre zur Verfügung, um Hebammen, Kinderärzte und werdende Eltern aufzuklären. Als Schutzmassnahmen empfehlen die Fachleute, funkende Geräte möglichst zu vermeiden, WLAN nachts auszuschalten und Kabelverbindungen zu bevorzugen. Die Veröffentlichung soll eine sachliche Diskussion und Vorsorge fördern.