Sanktionen verpuffen: Iran steigert Öleinnahmen trotz Druck
Trotz westlicher Massnahmen florieren Irans Exporte – China und alternative Zahlungssysteme unterlaufen die wirtschaftliche Isolation

Die westlichen Versuche, den Iran wirtschaftlich zu schwächen, zeigen laut einem Bericht des Economist kaum Wirkung. Statt Einbussen verzeichnet das Land deutlich steigende Öleinnahmen – fast doppelt so hoch wie vor Beginn der jüngsten Spannungen. Mit Exporten von bis zu 2,8 Millionen Barrel pro Tag profitiert Teheran zudem von gestiegenen Energiepreisen, während andere Produzenten Rückgänge verzeichnen.

Auch Finanzsanktionen greifen nur begrenzt. China nimmt weiterhin rund 90 Prozent des iranischen Öls ab und unterstützt den Aufbau eines weit verzweigten, schwer kontrollierbaren Zahlungssystems in Asien. Dieses ermöglicht es dem Iran, internationale Beschränkungen zu umgehen und stabile Einnahmen zu sichern.

Der Bericht kommt zum Schluss, dass ohne direkte Angriffe auf die Energieinfrastruktur die wirtschaftliche Isolation des Iran kaum durchsetzbar ist – mit potenziell gefährlichen regionalen Konsequenzen.