Ukraine: Neue Gespräche über einen Waffenstillstand
USA verhandeln in Oslo und St. Petersburg

In Oslo gab es auf Wunsch der Ukraine neue Gespräche über Waffenstillstand in der Ukraine. Nach Angaben des norwegischen Ministerpräsidenten Jonas Gahr Støre verliefen diese konstruktiv. Themen waren die Sicherheit der Ukraine, ihr wirtschaftlicher Wiederaufbau, territoriale Fragen, Sanktionen und die europäische Sicherheitsordnung.

Anschliessend reiste der US-Unterhändler Steve Witkoff nach St. Petersburg und traf dort den russischen Präsidenten Wladimir Putin. Putin kündigte die Freilassung eines inhaftierten US-Bürgers an. Zudem soll eine erste Lieferung russischen Diesels in den USA eintreffen.

Grundlage der Gespräche sind offenbar Vorschläge, die rund zehn Tage zuvor in Florida ausgearbeitet wurden. Sie sehen einen Waffenstillstand entlang der bestehenden Frontlinien und eine mögliche Lockerung der Sanktionen gegen Russland vor. 

Die EU lehnt eine Lockerung der Sanktionen ab. Der deutsche Bundeskanzler Friedrich Merz erklärte, eine «Kapitulation» der Ukraine komme nicht infrage. Deutschland werde das Land deshalb weiterhin unterstützen - sprich, den Krieg verlängern. Ob die Gespräche zu konkreten Vereinbarungen führen, ist bislang offen.