Litauen will Atomwaffen auf seinem Territorium stationieren. Präsident Gitanas Nausėda kündigte am Wochenende an, die Verfassung entsprechend ändern zu wollen. Das bisherige Verbot von Nuklearwaffen soll aufgehoben werden, um Russland «in vollem Umfang» abzuschrecken. Eine solche Stationierung würde westliche Atomstreitkräfte noch näher an die russische Grenze bringen. Auch Polen bemüht sich um US-Atomwaffen im Rahmen des «Nuclear Sharing».
Vor dem NATO-Gipfel in Ankara haben die europäischen Mitgliedstaaten der Ukraine für dieses und das nächste Jahr Militärhilfen von insgesamt 140 Milliarden Euro zugesagt. Darin enthalten sind bereits früher versprochene Mittel. Der Beschluss gilt als Kompromiss; eine Forderung von NATO-Generalsekretär Mark Rutte nach festen Prozentanteilen am BIP wurde umgangen. Deutschland steuert rund 11,5 Milliarden Euro bei. Die Beteiligung der USA bleibt unklar.
In Russland wächst die Sorge vor neuen ukrainischen Raketen, die Moskau bedrohen könnten.