Plädoyer für eine fortschrittliche Schweiz

Vortrag der Initiative für eine Natürliche WirtschaftsOrdnung INWO


„Gewiss, dass frei nur ist, wer seine Freiheit gebraucht, und dass die Stärke des Volkes sich misst am Wohl der Schwachen“, steht in der Präambel der schweizerischen Bundesverfassung. In diesem Satz begegnen wir dem mutigen, fortschrittlichen, ja revolutionären Geist, in dem 1848 der Bundesstaat gegründet wurde. Nicht weniger ausserordentlich als die Politik ist die industrielle Entwicklung, von der die Schweiz im Jahrhundert erfasst und umgestaltet wurde.


Der Vortrag von Pia Troxler skizziert zunächst die industrielle und politische Entwicklung der Schweiz im 19. Jahrhundert und zeigt dann, wie sich der fortschrittliche, ja revolutionäre Liberalismus gegen Ende des Jahrhunderts einerseits mehr und mehr von seinem radikalen, d.h. von seinem politischen und sozialen Flügel und von seinen Idealen verabschiedet, und wie er andererseits Zweckbündnisse mit der Reaktion einzugehen beginnt. Mit dieser Strategie hat die freisinnige Politik des ausgehenden 19. Jahrhunderts die neue Rechte, eine reaktionäre Avantgarde, die sich in der ersten grossen Deflation der industriellen Welt (1873-1896) bildete, gefördert und dazu beigetragen, dass der reaktionäre Geist eine bedeutende gesellschaftliche Kraft wurde im 20. Jahrhundert. Vielleicht könnte eine Rückbesinnung auf ihre fortschrittlichen Wurzeln der Schweiz den Weg in die Zukunft ebnen.
Anschliessend Diskussion mit der Referentin.


Plädoyer für eine fortschrittliche Schweiz


Vortrag der Initiative für eine Natürliche WirtschaftsOrdnung h

Donnerstag, 15. April 2010, 18:30 Uhr
Zentrum Karl der Grosse, Kirchgasse 14, 8001 Zürich
Referentin: Pia Troxler, Soziologin und Autorin
03. April 2010
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