Trump vor neuer Atomkrise: Nordkorea und China im Fokus
US-Präsident Donald Trump steht nach Überzeugung von Experten vor einer eskalierten Nordkorea-Krise.

Während er den Iran trotz widersprechender CIA-Einschätzungen als akute atomare Bedrohung darstellt, verfügt Nordkorea bereits über einsatzfähige Nuklearwaffen. Der 2018/2019 begonnene Teilvertrag mit Kim Jong-un – mit Moratorium für Atom- und Langstreckentests sowie dem teilweisen Abbau einer Raketenanlage – ist längst ins Stocken geraten. Pjöngjang baut nach Geheimdienstinformationen heimlich weiter an Interkontinentalraketen.Der renommierte Analyst Jonathan Power schreibt in InDepthNews (4. März 2026), Trump müsse dringend China stärker einbinden. Peking habe zwar UN-Sanktionen mitgetragen, setze diese jedoch nur sehr lax um. Im Ernstfall könne China mit bis zu 200.000 Soldaten nordkoreanische Atomwaffen sichern – deutlich mehr als die etwa 30.000 US-Soldaten in Südkorea. 

Die China-Expertin Oriana Skylar Mastro hält eine chinesische Intervention für sehr wahrscheinlich. Die USA sollten in diesem Fall vor allem mit Aufklärung und technischem Know-how für die Demontage unterstützen.Power appelliert eindringlich: Bei einem nächsten Treffen mit Xi Jinping müsse Nordkorea absolute Priorität haben. „Die USA verfügen über Macht. Doch in dieser Situation hat China die entscheidende Handhabe.“ Ohne echte und enge Kooperation mit Peking drohe das Scheitern der Diplomatie – und ein noch gefährlicheres nukleares Patt in Asien.