Untercover-Film deckt profitgetriebenes Migrationssystem von Westafrika bis Grossbritannien auf
Muckraker-Doku «Replacing Europe» folgt dem Geld hinter der europäischen Massenmigration und stösst auf ein Netzwerk aus NGOs, UN-Mitarbeitern und staatlichen Anreizen.
Bootsflüchtlinge
Bild: muckraker

Ein neuer Undercover-Dokumentarfilm des investigativen Portals Muckraker verfolgt den Weg von Migranten aus Westafrika über die Kanarischen Inseln, das spanische und französische Festland bis nach Grossbritannien.

Die Filmemacher kommen zum Schluss, dass die Ankunft Zehntausender illegaler Einwanderer kein chaotischer Prozess ist, sondern ein organisiertes System, an dem Schlepper, öffentlich finanzierte Hilfsorganisationen, Aktivisten und staatliche Stellen beteiligt sind. Mehrere Akteure geben vor der Kamera zu, von den Zuwanderungsströmen zu profitieren.

Karte

Besonders brisant ist die Aussage eines Mitarbeiters der Internationalen Organisation für Migration (IOM) der Vereinten Nationen. Sheikh M. Kromah, der über ein Jahrzehnt in der Migrationshilfe tätig war, bezeichnet die gesamte Migration als «Spiel».

Spanien habe kein Interesse daran, die Bootsankünfte vollständig zu stoppen, weil es dadurch hohe Summen an EU-Geldern verliere. Stattdessen werde der Zustrom nur so weit reduziert, dass die Zahlungen weiterfliessen. Kromah spricht zudem von Bargeld in Koffern und von lokalen Polizeikräften, die ebenfalls von den Ankünften profitierten.

Eine zentrale Rolle spielt die katholische Organisation ACCEM. Laut ihrem Jahresbericht nahm sie 2024 rund 225 Millionen Euro ein, davon 88 Prozent aus dem spanischen Staatshaushalt. Die NGO organisiert den Weitertransport von Ankömmlingen von den Kanaren auf das Festland, betreibt Aufnahmeeinrichtungen und zahlt den Bewohnern monatliche Zuwendungen – teilweise auch dann noch, wenn diese ohne Papiere weiterreisen.

In der Grenzstadt Irún haben Aktivisten Fussspuren auf den Boden gemalt, die Migranten an der Polizei vorbei nach Frankreich führen. Dort nimmt eine städtische Unterkunft Menschen ohne Dokumente auf.

Josh Rubin

Josh Rubin, MItgründer von Muckraker nach der Attacke beim Eiffelturm.

Die Journalisten selbst wurden bei Dreharbeiten in Paris angegriffen. Der Film dokumentiert zudem, dass in Mauretanien US-Gelder aus dem Julia-Taft-Fonds lokale Hilfszentren mitfinanzieren und dass die UN-Migrationsbehörde die Erleichterung von Migration ausdrücklich über deren Begrenzung stellt.

Die wichtigsten Erkenntnisse

  • Ein UN-Migrationsmitarbeiter erklärt, Spanien lasse Boote bewusst weiterkommen, um EU-Gelder zu sichern.
  • Die katholische NGO ACCEM erhielt 2024 etwa 225 Millionen Euro, überwiegend vom spanischen Staat, und organisiert Transporte, Unterbringung und Zahlungen an Migranten.
  • Aktivisten markieren in Irún einen Weg über die Grenze nach Frankreich, wo eine öffentliche Unterkunft Menschen ohne Papiere aufnimmt.
  • In Mauretanien finanzieren US-Botschaftsgelder lokale Zentren, die Migranten unterstützen.
  • Die UN-Organisation IOM priorisiert die Förderung von Migration gegenüber ihrer Begrenzung.
  • Das System wird von Schleppern, NGOs, Aktivisten und staatlichen Stellen getragen und als profitgetriebenes «Spiel» beschrieben.

Quelle: 
Zerohedge: "Replacing Europe": Undercover Film Follows The Money Behind Europe's Taxpayer-Funded Mass Migration Pipeline. 18.10.2026

 

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