FAZ-Reporter fragt Selenski, wie man ihm helfen könne, «mehr Russen zu töten»
Russisches Aussenministerium reagiert scharf

Bei der Pressekonferenz von Wolodymyr Selenskyj und Aleksandar Vučić in Belgrad stellte der FAZ-Korrespondent Michael Martens die Frage, was Europa konkret tun könne, um der Ukraine zu helfen, «mehr Russen zu töten» – präzisiert: russische Soldaten. Auf sozialen Medien verteidigte er die Frage später und erklärte, Kriege würden ausserhalb einer «Barbie-Welt» eben so geführt.

Das russische Aussenministerium reagierte mit einem Kommentar der Sprecherin Maria Sacharowa. Sie nannte die Frage eine Provokation und warf Martens vor, Russen zu entmenschlichen sowie Hasssprache zu legitimieren. Zudem verwies sie auf die NS-Vergangenheit seines Grossvaters, der im Stab des Oberkommandos der Wehrmacht gedient habe. Sacharowa kritisierte die ausbleibende Verurteilung im Westen.

Der Vorfall und die russische Reaktion sorgen für Diskussionen. Bislang fehlt eine öffentliche Stellungnahme der FAZ.