Am 11. und 12. April 2026 fand in Kassel der zweite Verweigert-Kongress statt. Mehr als 100 Personen aus dem ganzen Bundesgebiet diskutierten Strategien der Kriegsdienstverweigerung, die wachsende Militarisierung in Deutschland und Europa sowie Möglichkeiten des Widerstands gegen Aufrüstung.
In Workshops und Plenen wurden rechtliche, politische und praktische Fragen behandelt. Ein zentrales Ergebnis war die Gründung eines Solidaritätsfonds, der junge Menschen unterstützen soll, die im Rahmen des neuen Wehrdienstgesetzes Post von der Bundeswehr erhalten. Der Fonds bietet praktische Hilfe und setzt ein Zeichen der Solidarität.Yannick Kiesel, politischer Geschäftsführer der Deutschen Friedensgesellschaft – Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen (DFG-VK), zog ein positives Fazit: «Die grosse Beteiligung und die intensive Zusammenarbeit zeigen, dass das Thema Kriegsdienstverweigerung aktuell bleibt und uns alle angeht. Gemeinsam entwickeln wir Strategien, um Widerstand zu organisieren und Menschen zu ermutigen, sich aktiv gegen Krieg und Militarisierung zu stellen.»
Die Organisatoren werteten den Kongress als wichtigen Schritt zur stärkeren Vernetzung der antimilitaristischen Bewegung und als Impuls für künftige Aktionen.