Die Einführung von Tempo 30 solle laut Parlamentsbeschluss auf Hauptstrassen verboten und auf Quartierstrassen erschwert werden, ist auf INFOsperber zu lesen. Peter Schilliger, Luzerner FDP-Nationalrat und Präsident der TCS-Sektion Waldstätte, dazu: «Die Hierarchie des Strassennetzes und Funktionen der verschiedenen Strassentypen müssen in der Schweiz erhalten bleiben.» Gegenwärtig verbreite sich die Geschwindigkeitsbegrenzung «in vielen Städten und Gemeinden auf chaotische Weise». Der Bundesrat solle nun das Strassenverkehrsgesetz entsprechend zu ändern.
Dabei, so Marco Diener, hätte Lausanne gute Erfahrungen mit Tempo 30 zwischen 22 und 6 Uhr auf allen Hauptstrassen gemacht: Reduktion von Lärm und Benzinverbrauch. Auch in Freiburg im Üechtland seien die Erfahrungen mit der Geschwindigkeitsbegrenzung positiv. In Brüssel gelte seit 2021 im ganzen Stadtgebiet eine Höchstgeschwindigkeit von 30 Kilometern pro Stunde. Schon im ersten Jahr sei die Zahl der Verkehrstoten auf die Hälfte zurück gegangen, die Zahl der Schwerverletzten um 20 Prozent. Die Zahl der Velofahrten sei um 20 Prozent gestiegen. Gute Erfahrungen mit Tempo 30 innerorts sammelten auch Bologna und Bilbao.
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