Palästinenser und Israelis haben sich am 5. April 2026 in Beit Jala im Westjordanland versammelt, um gegen die kürzlich von der israelischen Knesset verabschiedete Ausweitung der Todesstrafe für Terroristen zu protestieren. Das Gesetz wird als Instrument der Unterdrückung und als Ausdruck struktureller Ungleichbehandlung gegenüber der palästinensischen Bevölkerung kritisiert.
Die Demonstranten forderten die sofortige Aufhebung des Gesetzes. Sie betonten, nicht schweigen zu wollen, wenn Verletzungen des Rechts auf Leben und auf ein faires Verfahren zur Normalität zu werden drohen. Der palästinensische Koordinator Jamil erklärte auf einer Pressekonferenz: «Wir werden in allen Gebieten des Westjordanlands weiter protestieren, bis dieses ungerechte Gesetz aufgehoben wird.»
Die gemeinsame Aktion wurde von der Organisation Combatants for Peace unterstützt. Die Teilnehmenden planen weitere Proteste, um öffentlich Stellung zu beziehen. Die israelischen Behörden erklärten das Gebiet rasch zur geschlossenen Militärzone und drohten mit Festnahmen, falls die Versammlung nicht aufgelöst werde.
Der Protest unterstreicht seltene gemeinsame Initiativen von Palästinensern und Israelis gegen eine Politik, die als ungerecht empfunden wird. Ob weitere Demonstrationen folgen und ob das Gesetz tatsächlich angewendet wird, bleibt abzuwarten.