Der Kryptomarkt erlebt einen massiven Einbruch. Bitcoin ist in dieser Woche zeitweise um mehr als 14 Prozent gefallen und erreichte mit unter 62.500 US-Dollar den tiefsten Stand seit dem Wahlsieg Donald Trumps im November 2024.
Auch andere Kryptowährungen wie Ethereum und Ripple verzeichneten zweistellige Verluste. Innerhalb weniger Tage wurden rund 500 Milliarden US-Dollar an Marktwert vernichtet, der „Crypto Fear and Greed Index“ signalisiert extreme Angst.
Auslöser des Kurssturzes sind mehrere Faktoren:
- politische Unsicherheit in den USA,
- eine restriktivere Geldpolitik und
- enttäuschte Erwartungen an staatliche Unterstützung.
US-Finanzminister Scott Bessent erteilte Hoffnungen auf eine staatliche Absicherung des Kryptosektors eine klare Absage. Gleichzeitig sorgt die Aussicht auf weniger Zinssenkungen und höhere Realzinsen unter einem möglichen Fed-Chef Kevin Warsh für zusätzlichen Druck auf Risikoanlagen.
Für besondere Unruhe sorgt die Warnung des Star-Investors Michael Burry. Er spricht von einer möglichen „Todesspirale“, ausgelöst durch fallende Preise, erzwungene Verkäufe und schwindendes Vertrauen.
Bitcoin sei „als rein spekulatives Asset entlarvt“ und habe sich nicht als Inflationsschutz bewährt. Diese Einschätzung stellt die langfristige Rolle von Kryptowährungen grundsätzlich infrage.
Zugleich offenbaren sich strukturelle Schwächen des Marktes. Grosse institutionelle Akteure halten massive Bitcoin-Bestände und geraten bei weiter fallenden Kursen unter Druck.
Die stärkere Verflechtung mit klassischen Finanzmärkten macht Bitcoin anfälliger für geldpolitische Schocks. Der aktuelle Einbruch wirkt daher weniger wie eine normale Korrektur als wie ein Symptom tieferliegender Probleme. Ob sich der Markt stabilisiert, hängt massgeblich von der Geldpolitik und vom Vertrauen der Investoren ab.