Im vergangenen Jahrzehnt haben die Kurz-Videoplattformen Tiktok, Instagram, Reels und Youtube Kurzvideos der globalen digitalen Kultur schnell neue Formen gegeben. Entworfen nach Schnelligkeit, designed auf Geschwindigkeit, sensorischen Stimulationen und algorithmischer Präzision, liefern diese Plattformen den Benutzern endlose Möglichkeiten von kurzem, intensiven Kontext, welcher minimale Aufmerksamkeit und maximale Belohnungsgefühle generieren kann.
Die Plattformen werden vor allen Dingen von der Generation Z (geboren zwischen 1995 und 2009) und die Generation Alpha (geboren 2010 und danach) genutzt. (1) «Kurzvideo-Plattformen nutzen algorithmische Empfehlungstechnologie, um «personalisierte Empfehlungen» durchzuführen, Browsing-Datensätze aufzuzeichnen, Nutzerpräferenzen zu analysieren und «private Anpassungen» durchzuführen und interessierende Inhalte an die Nutzer weiterzugeben, sodass die Nutzer tief im «Informationskokon gefangen» sein können. (2) Danchen Yuan et al. beschreiben in ihrer Arbeit über die Bedeutung von Social Media auf die Hirnentwicklung in der Adoleszenz die neurologischen Mechanismen, die besonders bei Jugendlichen mit dem Konsum von Social Media Kurzvideos verbunden sind. Am Anfang, wenn Menschen Kurzvideos betrachten, benutzen sie diese oftmals zur Entspannung oder als Freizeitbeschäftigung.
Jedoch sind die Videos so angelegt, dass sie dazu anregen können, sie immer länger und immer häufiger hintereinander anzusehen. Viele Menschen und gerade Jugendliche benutzen die Plattformen aus einem Bedürfnis heraus dazuzugehören und versuchen, ihr Selbstwertgefühl durch diese Interventionen zu stärken, besonders durch Likes, Kommentare und «Fanfollowing». Die kurzen und komfortabel angelegten Charakteristika der Shortvideos verringern die Hemmschwelle für das Benutzen derselben kontinuierlich. Man kann Inhalte generieren und teilen.
Wenn es gelingt, Erfolg zu haben und Aufmerksamkeit zu erregen, fühlen sich viele Menschen dadurch zuerst einmal emotional zufriedengestellt. Gerade auch introvertierte Menschen, die Schwierigkeiten haben, sich selbst auszudrücken, haben so das Gefühl, dass sie auch im realen Leben besseren Anschluss finden. Denn auch sie, auch die scheuen und zurückgezogenen und introvertierten, wollen in den meisten Fällen mit anderen kommunizieren. Shortvideoplattformen bieten dafür eine «bequeme soziale Umgebung» «that is different from the real world». (welche sich von der realen Welt unterscheidet) (3)
Im Kontakt mit Kurzvideoplattformen können sich die Betroffenen im Prozess der Kommunikation und Interaktion anders als in der realen Welt rasch mit Inhalten identifizieren, ihre eigenen starken emotionalen Bedürfnisse scheinbar erfüllen, was zu einer Zunahme der Häufigkeit und Nutzung von Kurzvideoplattformen führen kann. (4)
Abgestützt auf Dunchen Yuan et al. benutzen heutzutage 81% der Teenager und 67% der Erwachsenen Social Media im täglichen Leben. (5) Die durchschnittliche tägliche Nutzungsdauer allein von Kurzvideos beträgt etwa drei Stunden, und es zeigt sich ein kontinuierlicher Wachstumstrend. (6) Regelmässigerer und intensiverer Social Media Gebrauch haben einen Einfluss auf Aufmerksamkeitsprozessmechanismen, was Einfluss hat auf diejenigen Gebiete im Hirn, die verantwortlich sind für das Gedächtnis, die Sprachentwicklung, die sensorische Wahrnehmung und die inhibitorische Kontrolle. (d.h. die Hemmung automatisierter Reaktionen und der Möglichkeit logischem Denken und Aufmerksamkeit Raum zu geben)
Diese neurologischen Veränderungen ähneln den zu beobachtenden Hirnstrukturen bei Individuen mit Aufmerksamkeitsdefizithyperaktivitätsstörungen. (ADHS) (7) Die Besonderheit, dass Belohnungskreisläufe sehr schnell im Kontext mit diesen Medien aktiviert werden können, im Zusammenspiel mit den Regulatoren, die auch mit der Bindung von uns Menschen verbunden sind, kann eine falsche Vorstellung davon zur Folge haben, wie schnell und mit welcher Aktivität ein Erfolg zu erzielen ist.
Das Gehirn des Jugendlichen befindet sich noch im Entwicklungsstadium. Die Strukturen sind sensibler für stimulierende Informationen. Besondere Bedeutung kommen im Alter vom 10. bis 12. Lebensjahr der sozialen Unterstützung, dem Lob und den Komplimenten von Gleichaltrigen zu. Dies kann ein Gefühl der Befriedigung zur Folge haben. Die Rezeptoren für die sogenannten Glückshormone «Dopamin» und «Oxytocin» vervielfältigen sich in diesem Alter stark und machen Präteens besonders sensibel für die Aufmerksamkeit und auch für die Bewunderung von anderen.
Auch sind die Hirnanteile, die für die Motivation und zielgerichtetes Verhalten verantwortlich sind, besonders von dieser Entwicklung betroffen. Die evolutionär älteren subcortikalen (d.h. unter der Hirnrinde liegenden) Regionen unterliegen eher instinktiven Antworten und Belohnungsprozessen.
Ein wichtiger Aspekt, der die Online-Interaktionen von der von Person zu Person, also von der «Face to Face» Begegnung unterscheidet, ist die öffentliche Natur. Wenn der Jugendliche jemanden trifft und sich mit ihm unterhält und die Begegnung zu Ende ist, hat er normalerweise keine Antwort, wie sie durch «Likes» oder ähnliches symbolisiert werden, sondern er geht mit den Erinnerungen und den emotionalen Erlebnissen der Begegnung fort, ebenso wie mit den damit verbundenen Sicherheiten und Unsicherheiten, bis allenfalls eine nächste Begegnung stattfindet und er oder sie selber dazu beitragen, diese Begegnung weiter- oder fortzuentwickeln.
Anders bei den sozialen Medien: «Freunde», Menschen, die sie z.T. persönlich nie gesehen haben oder denen sie persönlich nie begegnen, können Kommentare abgeben, können Belohnungen austeilen in Form von «Likes», Kommentaren, Followers usw.. Das kann dazu beitragen, dass junge Menschen allein durch die biologischen Mechanismen bedingt bei intensivem Konsum von sozialen Medien spezifisch Shortvideos, eine falsche und unrealistische Vorstellung davon bekommen, was das Leben und was Beziehungen beinhaltet.
Zudem entwickeln sich in der Adoleszenz Teile der grauen Substanz im Hirnvolumen, die wichtig sind für das soziale Verständnis und die Kommunikation. Der Einfluss von sozialen Medien mit schneller Belohnung und der Vorstellung von «raschem Beziehungsaufbau», aber auch «Beziehungsverlust», kann prägend für die weitere seelische Entwicklung und Vorstellungskraft junger Menschen sein. Oberflächliches rasches Denken erfährt eine Förderung während die Entwicklung von tieferer Reflektion, die längere Zeit braucht, dahinter zurücksteht. (8)
Soziale Zurückweisung in Plattfomen der sozialen Medien vermittelt das Gefühl der «Echtheit» mit enttäuschenden und verletzenden Reaktionen, wie das in der realen Welt der Fall ist, aber mit anderen Möglichkeiten ggf. durch Selbstkompetenz die Verbindung vielleicht mit Hilfe von Dritten wieder herzustellen, d.h. die Ohnmachts- und Opfererfahrung kann subjektiv stark ggf. sogar stärker wirken als in der realen Welt.
Kurzvideos sind nicht dafür geschaffen, friedliche soziale Beziehungen in der Realwelt aufzubauen und zu entwickeln. Sie sind geschaffen die Vorstellung von Schnelligkeit, unmittelbarer Belohnung, Reizreaktionsmechanismen und oberflächlichem Denken zu aktivieren.
Paul Eastwick, Professor für Psychologie an der University of California Davis in den USA, Direktor des Social Personality Psychology Programms sowie Direktor des Attraktivitäts- und Beziehungsforschungslabors, beschreibt in seinem in diesem Jahr 2026 publizierten Buch «Bonded by Evolution», was die Grundlage des Menschseins ausmacht.
«Attachment bonds remain a fixture in our life». (Bindungsbeziehungen bleiben ein Fixpunkt in unserem Leben) (9) Das Thema von Eastwick sind nicht in erster Linie die sozialen Medien. Sein Forschungsgebiet in dem dieses Jahr erschienenen Buch dient eher der Frage, was und wie Beziehungen entstehen und wie sie aufrecht erhalten werden bzw. wie sich Menschen in modernen Zeiten mit oder ohne Social Media Kontakte kennenlernen und Beziehungen zu entwickeln.
Die Beobachtungen und wissenschaftlichen Erkenntnisse des Psychoanalytikers und Entwicklungspsychologen J. Bowlby (auf die sich auch Eastwick abstützt) über die Bedeutung der «sicheren Bindung» und der «sicheren Basis» für der Entwicklung von Säuglingen sind heute in den westlichen Ländern zum Allgemeingut geworden. Die meisten Menschen wissen, wie wichtig eine sichere, emotionale Bindung für die Entwicklung des Kindes im Säuglingsalter ist. Dabei können Kinder Bindungen zu mehreren Bezugspersonen entwickeln.
Weniger bekannt sind vielleicht Untersuchungen, die die Bedeutung von Bindungen auch im späteren Leben erforschen.(10, 11) Die amerikanische Evolutionsbiologin/Entwicklungspsychologin Katherine Nelson (1930-2018) (12, 13) legt in ihren Forschungsarbeiten besonderen Wert auf die Untersuchung der Entwicklung der Sprache. Sprachentwicklung ist die Erfahrung von miteinander Teilen, die Erfahrung von Zeit, eine Einordnung von uns Menschen in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Auch die Identität ist unabdingbar an Sprache geknüpft.
Evolutionsgeschichtlich betrachtet ist die Sprache für den Menschen existenziell. Die Sprache bietet die Möglichkeit, Informationen und Emotionen mitzuteilen, Gemeinsamkeiten und Unterschiede darzustellen und ermöglicht eine Einordnung und die Tradierung von Kultur. Vieles spricht dafür, dass die Fähigkeit zu einer auf Teilen ausgerichteten Sprachbildung genetisch verankert ist. So scheinen alle Völker mit ihren verschiedenen Sprachen und Dialekten sich eines Subjekt-Prädikat-Objekt-Modus zu bedienen und nicht etwa Worte unverbunden aneinander zu reihen.
Während in frühen Entwicklungsphasen der persönlichen Sprachentwicklung die Darstellung von Aktionen (Anmerkung: Das Kind teilt z.Bsp. mit, was es macht oder was die Eltern machen etc.) überwiegt, ist mit zunehmender Sprachentwicklung Reflektion, Mitteilbarkeit, Einordnung von Erlebtem möglich. Verschiedene interpersonelle Erfahrungen des Menschen in seinem Heranreifen und späterem Erwachsenenleben machen es mit Hilfe der Sprache möglich, (eine Sprachentwicklung vorausgesetzt, die an Realerfahrungen und Emotionen gebunden ist) frühe Bindungserfahrung zu beeinflussen, zu modifizieren, zu verändern und zu erweitern. Nelson Katherine ebenso wie ihr Kollege Donald Merlin (14) (1939, kanadischer Psychologe und Neuroanthropologe) widersprechen der Theorie von Jean Piaget (1896-1980; Schweizer Biologe und kognitiver Entwicklungspsychologe), dass sich die Sprachentwicklung aus Symbolik ableitet und die Bewegung in einer höhere Form von Logik liege, ebenso wie der Theorie von Vygotsky(Lew Vygotsky 1896-1934; sowjetischer Psychologe), dass die Entwicklung in einer Bewegung von sozialer Sprache in innere Sprache liege. Dies ist nicht nur ein vernachlässigbarer Unterschied, sondern die genannten Entwicklungsbiologen/Psychologen weisen darauf hin, dass besonders das Modell von Piaget vernachlässige, dass die konventionelle Komponente für sprachliche Symbolik die allgemein gültige soziale Kohärenz ist.
Und diese soziale Kohärenz wird bei der Erstellung der Kurzvideos ebenso wie bei andern Applikationen von Social Media im besten Fall geritzt, im schlechteren Fall ignoriert. Der Psychologe Eastwick weist in seiner hochaktuellen Publikation nach, dass die modernen Medien, die angeben, Menschen zusammenführen zu wollen wie z.Bsp. viele Dating-Apps, sich an Grundlagen orientieren, die der menschlichen sozialen Kohärenz zuwider laufen. So wird Attraktivität «gemessen», es werden besondere Eigenschaften beworben und etabliert.
Vernachlässigt wird, dass wir Menschen nicht «an sich» sind, sondern dass wir sind, «was wir mit dem anderen» sind. Und das kann eben durchaus wandelbar sein. Wir Menschen beeinflussen uns gegenseitig, und die meisten Menschen wissen das auch, auch wenn die offiziellen Verlautbarungen dem ggf. widersprechen. Moderne Untersuchungen weisen nach, dass noch immer 2/3 der Menschen in den USA, die in Beziehungen leben, sich über Langzeitfreundschaften kennengelernt haben und nicht über das Matchen von Attraktivitätseigenschaften und Begehrlichkeitseigenschaften.
Die Zeit, die vergeht, wenn Menschen sich zum ersten Mal treffen, bis sie eine Liebesbeziehung eingehen, dauert dabei in den vorgestellten Studien Wochen, Monate oder sogar Jahre. Je nach Studienpopulation war der Durchschnitt zwischen 8 Monaten und 21 Monaten und zwar bei beiden, bei denjenigen Personen, die aufgrund von Dating-Apps schliesslich eine Liebesbeziehung entwickelten und auch bei denjenigen, die sich im realen Leben begegnet sind. Die durchschnittliche Zeit, bis sich eine Liebesbeziehung entwickelte, dauerte bei Menschen, die ein Onlinedating gewählt hatten und bei denen sich daraus eine Liebesbeziehung entwickelte, 8 Monate und 21 Monate bei denjenigen, die sich z.Bsp. auf der Arbeit, in Vereinen, in Nachbarschaften, in Beruf, Schule oder Studium kennengelernt hatten.(15, 16)
Oft werde übersehen, dass Menschen nicht per se existieren, sondern sich gegenseitig in Beziehungen beeinflussen. «And the right relationship can be transformative, turning a fearful and jaded person into a contented and optimistic one.» (Und die richtige Beziehung kann transformativ wirken und kann eine furchtsame und abgestumpfte Person in eine zufriedene und optimistische verwandeln.) (17)
Ein berühmtest Beispiel für «Transformation» ist Charles Darwin. Dieser verlor im Alter von 8 Jahren seine Mutter. In einer angespannten und düsteren Familienatmosphäre wurde nie über den Tod der Mutter gesprochen, und Charles Darwin litt unter Depressionen. Im Rahmen seiner 40 Jahre dauernden Ehe, die er im Alter von 31 Jahren mit der etwa gleichaltrigen Emma schloss, fand er eine sichere Bindungsgrundlage, was wahrscheinlich zum Fruchtbarwerden seiner bahnbrechenden Erkenntnisse beigetragen hat. Sein Sohn Francis beschreibt in seiner Biographie folgendes: «Sie pflegte ihn zu schelten, wenn er zu lange mit Gästen redete. Dies war für ihn sehr nützlich, weil es ihm dadurch leicht war, den Raum zu verlassen, bevor er erschöpft war. Er bat sie schon vorher, dass sie ihn früh wegschicken sollte.»(18)
Eastwick weist in seiner Publikation nach, dass langdauernde Beziehungen sich oft nicht in der gegenseitigen sexuellen Attraktivität erschöpfen, sondern sich vor allen Dingen an der Bedeutung der Bindung für den Menschen orientierten. «In the science of close relationships, support is central to what makes a bond strong and what bonds do to help us survive and thrive. Support comes in two forms: In one form, two people help each other recover from adversity (called «safe haven» support). In the other form, two people help each other rise to meet new challenges («secure base»). (19) (In der Wissenschaft der engen Beziehungen ist Unterstützung zentral um Bindung zu festigen und das, was Bindungen tun, um uns beim Überleben zu helfen und uns gedeihen lässt. Unterstützung kommt in zwei Formen: Die eine ist, wenn zwei Menschen einander helfen, Schwierigkeiten zu überwinden (die sichere Hafen Unterstützung), in der anderen Form helfen sich Menschen untereinander, Herausforderungen zu begegnen. (sichere Basis).)
Bindungsbeziehungen entwickeln sich nicht nur in Partnerschaften. Menschen entwickeln Beziehungen, die auch Bindungsbeziehungen sind zu engen Freunden und/oder Geschwistern etc. Sie finden «sichere Basis» und «sichere Hafenunterstützung» auf vielen Wegen. Es ist belegt, dass Menschen eine grössere Lebenszufriedenheit haben und weniger Einsamkeitsgefühle, wenn sie sich eingebunden fühlen in sinnerfüllende und unterstützende Beziehungen mit nahen Andern. Obwohl Bindungsbeziehungen im Erwachsenenalter zum Teil mit Liebesbeziehungen im Sinne von Intimbeziehungen verbunden sind, finden sich die gleichen gesundheitlichen und «well being benefits» auch in nicht sexuellen Beziehungen.
«There is something deeply unsexy about the attachment, safe haven, and secure base concepts.» (20) (Es ist da etwas tiefgreifend nicht sexuelles in Bindungsbeziehungen: das sichere Hafen- und sichere Basiskonzept.) Menschliche Beziehungen sind fundamental in der Bindung begründet. Diese Perspektive bezieht sich nicht auf Geschlechtszugehörigkeiten, sondern eher auf die Art und Weise, in der Beziehungen uns Sicherheit liefern, Möglichkeiten für die Unterstützung und das gemeinsame Leben und Feiern, den Weg Teil einer Gemeinschaft zu sein. Und in dieser Perspektive befindet sich nichts Altmodisches, sondern eine evolutionäre Grundbedingung des Menschseins. (21)
Paul Eastwick stützt neben der Darstellung der Studienlage seine Darlegungen auch mit persönlichen Erlebnissen: Berufliche Bedingungen zwangen ihn zu einem Ortswechsel von New York nach Chicago. In New York erlebte er sich eher als zurückgezogenen Wissenschaftler, der seine Freizeit gern mit Gamen verbrachte. In Chicago versuchte er, Freunde zu finden, und diese beeinflussten sein Leben mit der Zeit fundamental. Sie waren interessiert an künstlerischen Aktivitäten, an Theater, an Musik, an gemeinsamen Treffen mit direktem Austausch. Der Autor schliesst seine Darlegungen mit der Bemerkung: «It turned out that I wasn’t a brooding introvert after all! Or at least, not in this context-not with these friends.» (22) (Es stellte sich heraus, dass ich insgesamt kein nachdenklicher Introvertierter war. Oder mindestens nicht in diesem Kontext, nicht mit diesen Freunden.)
«Our brains need social connection - and not just romantic ones.» (23) (Unsere Gehirne brauchen soziale Verbindung-und nicht nur romatische Liebesbeziehungen).
Die Entwicklung von Beziehungen braucht Zeit. Zeit, die man im direkten «face-to-face» Kontakt miteinander verbringt, indem man gemeinsam diskutiert, kocht, spielt, Konzerte besucht, seinen Hund spazieren führt, zur Kirche geht, Freiwilligenarbeit macht, Erfahrungen von Freude macht, aber auch Enttäuschungen miteinander durchlebt. (24) Um Beziehungen zu entwickeln braucht es die Fähigkeit zuhören zu lernen. «Be an audience, and don’t require an audience.»(25) (Sei ein Zuhörer und fordere nicht ein, dass man dir zuhört.)
Am Anfang dieses Beitrags habe ich dargestellt, welche Befunde in der theoretischen Wissenschaft bezüglich der Wirkung von Short Online Medien Gebrauch bis heute bei Jugendlichen bekannt sind. Die praktischen Wissenschaften belegen nun: die Grundlagen der Onlinemedien mit den anfangs beschriebenen Komponenten stehen den Entwicklungsbedingungen tragfähiger Beziehungen diametral entgegen.
Darstellen, sich möglichst gut ggf. tollkühn auf Bildern oder kleinen Filmchen zu präsentieren ist wichtiger, als zuzuhören. Die unmittelbare Begegnung wird bagatellisiert gegenüber der Präsentation und den möglichst kurzen, zum Teil auch sprachentstellten Darstellungen von Botschaften, die andere Komponenten unseres zentralen Nervensystems aktivieren, als es bei Beziehungen der Fall ist.
Liebe Leserin, lieber Leser, Sie können sich selber folgendes vor Augen führen: Wenn Sie eine Freundin oder einen Freund, den Sie kennen persönlich begrüssen, wie es in der Schweiz üblich ist, (mit drei kurzen Begegnungen, Mund zu Wange) fühlen Sie oft, wie es ihm/ihr zumute ist: Hat sie oder er ein Parfüm aufgelegt oder nicht? Welches? Wenn ich die Hand ergreife, ist sie heute kaltschweissig, entgegen der Gewohnheit? Je nachdem, wie gut Sie ihn/sie kennen, reicht ein kurzer Händedruck, um zu signalisieren: «Ich verstehe Dich», und die Verbindung ist da.
Bei einer anderen Person ist es besser geeignet nachzufragen: «Du hast kalte Hände? Fühlst Du Dich nicht gut?», was wiederum bei der vorher beschriebenen Begegnung genau die falsche Frage wäre. Im unmittelbaren Augenkontakt bemerken Sie einen Anflug von Freude oder Traurigkeit. Auch darauf reagieren Sie je nach Person und je nach Situation anders und so stellt sich Vertrautheit ein. Wir Menschen sind miteinander nicht das, was wir darstellen und auch nicht allein das, was wir verbal und optisch präsentieren, sondern wir sind das, was wir miteinander fühlen, und damit bestätigt Eastwick auf die Gegenwart angepasst die wichtigen Befunde der vergangenen Beziehungs- und Bindungsforschung. (26)
Wie verhält es sich demgegenüber mit «Freundschaften» in der Online-Begegnung und insbesondere in den Short-Video Plattformen? Hier ist alles auf Schnelle, auf Präsentation, auf Darstellung, auf Attraktivität, auf Präzision, aber auch auf, wie es Eastwick eindrucksvoll beschreibt, Effizienz und auf Abgrenzung angelegt. Die Hemmschwelle, zurückgewiesen zu werden oder sich zurückgewiesen zu fühlen, ist deutlich geringer, und das hat schwerwiegende Auswirkungen auf die Entwicklung von Bindungen.
Personen, die online «geghostet» werden, fühlen sich stärker beschämt und einsamer als Vergleichspersonen, denen das im Realkontakt passiert. Dies wird damit in Verbindung gebracht, dass die selbstprotektiven Mechanismen im Rahmen des Online-Kontaktes reduziert sind.(27) Die reale oder vermeintliche Zurückweisung wird als absolut erlebt und es besteht ein höheres Risiko, dass der, die Betroffene das mit sich und seinem Selbstwert in negativer Weise in Verbindung bringt. Die Möglichkeiten der Einwirkung auf das Gegenüber sind ebenso begrenzt wie die Möglichkeiten, sich z.Bsp. mit einem Dritten spontan zu verbünden oder unmittelbar Schutz in den Armen einer Freundin, eines Freundes bei Mutter oder Vater etc. zu suchen.
Und dies bewirkt, dass das Gefühl der Zurückweisung, welches jedes Kind, jeder Jugendliche und jeder Erwachsene auch in der Entwicklung von Beziehungen und Freundschaften kennt, stark wirkt und dies viel eher zum Abbruch der Beziehung statt zur Überwindung eines im Grunde alltäglichen Konfliktes führen kann. Auf diese Weise fördern Onlinemedien ein Beziehungsmuster, welches wir mit dem Begriff «Annäherungs-Vermeidungskonflikt» beschreiben oder, wie es im Angolamerikanischen heisst: «Porcupine Problem» (Stachelschweinproblem) (28)
Dies bedeutet, dass eine Oszillation stattfindet zwischen Annäherung und dem Wunsch, sich mit anderen zu verbinden, und der Furcht bzw. einer hohen Empfindlichkeit, verletzt zu werden. Diese Problematik, der gerade Jugendliche entwicklungsbedingt in erhöhtem Masse ausgesetzt sind, wird nachweislich durch den Konsum der sozialen Medien verstärkt. Dabei wird eine reale oder vermeintliche Zurückweisung als definitiver Abbruch der Beziehung gespeichert oder erlebt. Diese Dynamik wird in besonderer Weise für das zunehmende Gefühl, welches bei Jugendlichen in der westlichen Hemisphäre beobachtet wird, der Einsamkeit, (welches aber auch Erwachsene betrifft) verantwortlich gemacht.
Das Gefühl der Zurückweisung betrifft nicht nur das Fühlen, es betrifft auch die Auseinandersetzung der Gedanken. Auch andersartige Gedankengänge werden schneller als feindlich interpretiert und die Entwicklung pessimistischer Gedanken im Hinblick auf den Fortbestand der Beziehungen wird in vielen Fällen gefördert. (29) Dies kann eine verstärkte Neigung zur Folge haben, sich nur noch mit Menschen «seiner oder ihrer Art» zu beschäftigen und Andersfühlende und Andersdenkende eher als feindselig einzuordnen und diese Kontakte zu meiden. Die Problematik der «Einsamkeit» in westlichen Ländern ist (nicht nur bei Jugendlichen) inzwischen so gross geworden, dass sie in den Vereinigten Staaten als «Epidemie» betrachtet wird und in Grossbritannien sogar ein Minister gegen «Einsamkeit» eingeführt wurde. (30)
Onlinebegegnungen verwandeln Beziehungsformen in einen weniger sozialen und weniger kollaborativen Prozess.(31) «… the online medium encourages all the wrong things. (Hervorhebung durch Referentin) Online impressions are all about sizing someone up, usually just based on a picture. Even worse, it fosters the impression that we’re all disposable-that an initial, surface-level negative impression is sufficient to move on.» (32) (Onlinemedien fördern alle nachteiligen Dinge. Onlineeindrücke kategorisieren jemanden, oftmals einfach durch ein Bild, und sogar noch schlimmer, es verstärkt den Eindruck, dass wir alle Verschleissteile (Wegwerfartikel) sind-dass ein initialer, oberflächlich negativer Eindruck ausreicht, sich von uns wegzubewegen.) Wenngleich es sich bei Befunden zu Einsamkeit und Onlinemedienkonsum gerade bei den Jugendlichen vor allem um Korrelationen handelt, also eine eindimensionale Kausalität nicht ohne Weiteres hergestellt werden darf, ist der Aspekt der Verbindung zwischen dem Gefühl der Zurückweisung, negativen Gedanken und Einsamkeitsgefühlen gut belegt.
Der Konsum der Onlinemedien reduziert die soziale praktische Erfahrung. Teenager in der Mitte der 2010er Jahre verbrachten eine Stunde pro Tag(!) weniger mit Real-Personen als Teenager in den vorangegangenen Dekaden. Der Trend ist nicht nur bei Teenagern zu beobachten. In allen Alters- und Einkommensstufen gibt es eine Tendenz weniger Zeit mit Menschen ausserhalb des eigenen Haushalts direkt face-to-face zu verbringen. (33) 1990 gaben nahezu 50% der Erwachsenen in den USA an, 6 oder mehr enge Freunde zu haben. Im Jahr 2024 reduzierte sich diese Zahl auf 25%, also auf 1-2 Freunde. 1990 gaben etwa 3% der Erwachsenen an keine engen Freunde zu haben gegenüber 17% 2024.(34)
Was tun?
Danchen Yuan et al. schlagen vor, dass Onlinemedien eingesetzt werden könnten, um die aktive Konstruktion zu fördern, weg von der einfachen passiven Rezeption hin zur Förderung von Lesen, Schreiben und Denktraining. Dies müsste (durch Erwachsene) aber begleitet werden mit ermutigenden, öffentlichen und kulturellen Aktivitäten und sozialen Organisationen. Diese müssten hochqualitative kulturelle Ereignisse fördern sowie Büchereien, deren Gebrauch ebenfalls aktiv gefördert werden sollte. Zudem könnte der Besuch von Kunstausstellungen und Lesungen etc. dazu beitragen, dass die Öffentlichkeit geistige Unterstützung bietet gegenüber der Anwendung von Shortvideos. Auch ein Versuch mit Filtern könnte gemacht werden, ein Versuch, die tägliche Gebrauchsdauer zu reduzieren. Die Autoren sind der Meinung, dass nur wenn die Selbstdisziplin und die sozialen Strukturen zusammenarbeiten würden, die kognitiven Herausforderungen der Internetära zu bewältigen seien und ein kollektives Versagen in eine voraussehbare Oberflächlichkeit und «Braincorruption» (Gehirnkorruption) vermieden werden könne. (35) Die Autoren weisen auch auf Chinas Antiaddiction-System in diesem Zusammenhang hin.
In diesem Jahr hat China einen Vorschlag unterbreitet, ein «digital age of majority» (digitale Volljährigkeit) ab 16 auszuarbeiten, um exzessivem Onlinegebrauch, irrationalem Konsum und betrügerischen Aktivitäten unter Minderjährigen zu begegnen. (36) In Australien hat man seit Dezember 2025 ein Quasiverbot bestimmter Onlinemedien für Jugendliche unter 16 eingeführt. Bei der Realisierung wird mit einer komplexen Technologie gearbeitet, die es ermöglichen soll, das Alter von Jugendlichen vor dem Einloggen zu erkennen. (37)
Schulen sind nicht nur ein kognitives Lernfeld, sondern ein Ort für die sozioemotionale Entwicklung, und das wäre meines Erachtens ein guter Ansatz, Kindern und Jugendlichen den Einsatz von Onlinemedien während der Schulzeit zu ersparen. Die Gerätschaften können abgegeben und am Ende des Unterrichts wieder abgeholt werden.
Sollen Kinder Medienkompetenz erwerben? Dieser immer wieder vorgebrachten Forderung möchte ich folgende Erwägungen entgegensetzen:
1. Erst ab 10 Jahren werden Kinder in der Schweiz für strafmündig erklärt und bis zum jungen Erwachsenenalter, 18-21jährig erhalten sie in der Schweiz im Falle einer strafbaren Handlung eine Massnahme, die den Entwicklungsstand des jeweiligen jugendlichen Alters berücksichtigt. In den meisten Fällen handelt es sich um eine pädagogische Einflussnahme. Dabei geht man von der Überlegung aus, dass die Massnahmen auf den kognitiven und emotionalen Reifungsstand und die entsprechenden Fähigkeiten des Kindes bzw. des Jugendlichen abzustimmen sind. Man weiss, dass diese Fähigkeiten noch nicht denen eines Erwachsenen entsprechen. Z.Bsp. in der Fähigkeit des planvollen Denkens, des langfristigen Überblickens der Folgen der eigenen Handlung, der Steuerungsfähigkeit von Impulsen usw. usf.
2. In der Schweiz werden Kinder und Jugendliche erst ab 16 für sexuell mündig erklärt, und zwischen dem 16. und 18. Lebensjahr gelten noch immer besondere Schutzmassnahmen. Auch wenn ein Kind oder eine oder ein Jugendlicher sein Einverständnis erklärt, begeht der Erwachsene eine Straftat, wenn er sich einem Kind oder einem Jugendlichen, welches/welcher unter 16 Jahren ist und in Ausnahmefällen sogar zwischen dem 16. und 18. Lebensjahr sexuell nähert, bzw. mit ihm oder ihr in sexuellen Kontakt tritt. (mit Ausnahme von Kontakten, bei denen einer der Partner 3 Jahre oder jünger ist als der andere, z.Bsp. der sexuelle Kontakt zwischen einer 14 und einem 16 Jährigen ist nicht strafbar.) Dahinter steht der Gedanke, dass ein Kind oder ein Jugendlicher vor dem 16. Lebensjahr noch nicht die Reife hat, eine «Verführungssituation» so zu beurteilen, dass es, oder er daraus handlungsrelevant die richtigen Schlüsse z.Bsp. zum Selbstschutz ziehen kann.
3. Junge Menschen gelten erst ab 18 Jahren als geschäftsfähig. Auch bei dieser Regelung wurde der Reife- und Entwicklungsstand zum Massstab genommen, damit man ihnen keine Aufgaben zumutet, die sie aufgrund ihrer körperlichen und geistigen Entwicklung nicht sicher bewältigen können.
Diese gesetzlichen Regelungen gründen sich auf wissenschaftliche Grundlagen über das, was Kinder und Jugendliche schon können, und das, was sie eben noch nicht können, wo sie Hilfe, Anleitung und Support von anderen benötigen und wo der Staat sie mittels der Gesetze schützt. Deshalb stehe ich der so genannten Medienkompetenz kritisch gegenüber. Wir können Kindern und Jugendlichen keine Kompetenzen vermitteln und zusprechen, die sie aufgrund ihres Entwicklungsstandes nicht haben können. Sie mögen einiges formal erkennen und begreifen und mögen auch in der Lage sein, der Aufklärung über soziale Medien zu folgen. Das bedeutet aber nicht, dass sie im sozialen Kontext in der Lage sind das Erfahrene handlungsrelevant umzusetzen.
Daraus ist zu schliessen, wir müssen Kindern und Jugendlichen etwas Attraktiveres, Tiefgründigeres, Anhaltenderes anbieten, als dies die sozialen Medien tun, und das ist die Förderung der sozialen Beziehungen untereinander und die Förderung der sozialen Beziehung zu den Jugendlichen und Kindern selbst, und zwar von Personen, die ihnen vertraut sind. Und wie Danchen Yuan et al. angeregt haben, durch Angebote in Vereinen, in Kulturveranstaltungen, etc., die eine geringere Oberflächlichkeit bieten, als dies die sozialen Medien tun. Die Erwachsenen selber sollten sich als «Gegengewicht» in die Waagschale werfen und präsent sein. Es könnte sein, dass dieser Vorschlag mit manchen Konzepten von Fremdbetreuung nicht ohne weiteres in Übereinstimmung zu bringen ist; braucht es doch Vorbilder, nahe Bezugspersonen und Menschen, die zum Teil recht unmittelbar verfügbar sein müssen, um Kinder und Jugendlichen zu helfen in die reale Welt hineinzuwachsen.
Die Entwicklung von Lebensmodellen sollte sich an diesen Grundlagen ausrichten; Grundlagen, die die Bedeutung der Bindung, des Vertrauens, des sicheren Hafens zum Fokus haben und die vor allen Dingen die Vorbildwirkung des Erwachsenenverhaltens auf Kinder und Jugendliche nicht vernachlässigen.
Mich persönlich spricht die Lösung einer «digitalen Volljährigkeit ab 16 Jahren» an und dies könnte meines Erachtens ganz ohne knifflige Technologie eingerichtet werden. Bei einer «digitalen Volljährigkeit» wäre der Erwerb und die Abgabe von Gerätschaften, die den Anschluss an Onlinemedien ermöglichen an Jugendliche unter 16 Jahren gesetzlich grundsätzlich nicht mehr erlaubt. Es mag sein, dass damit grosse Geschäftsmöglichkeiten wegbrechen. Aber unsere Gesellschaften werden sich wahrscheinlich entscheiden müssen, wohin sie unsere Jugend mit der Zeit führen wollen. Bis eine Lösung gefunden ist, tragen die Verantwortung für die Folgen des Konsums von sozialen Medien weder das Betriebssystem noch der Staat, noch der Jugendliche noch das Kind selbst sondern einzig die Erwachsenen, die dem Jugendlichen oder dem Kind diese Gerätschaften zur Verfügung gestellt haben.
«Safeguarding the minds of the next generation will require cultivating digital and educational environments that strengthen attention, encourage deep reflection, and suststain cognitive integrity in an age of relentless stimulation.» (38) (Wenn wir die Gemüter der nächsten Generation schützen wollen, erfordert dies kultivierte digitale- und Erziehungsumgebungen, welche die Aufmerksamkeit stärken und die tiefe Reflexion und die nachhaltige kognitive Rechtschaffenheit im Zeitalter von unbarmherziger Stimulation ermutigen.)*
*sämtliche Übersetzungen vom Englischen ins Deutsche durch die Autorin; der Beitrag von Zhou Y. stand in Englisch nicht zur Verfügung. Es wurde eine KI generierte deutsche Übersetzung aus dem Chinesischen verwendet.
Quellen:
(1) Danchen Yuan, Songai Li, Sitong Chen; «The Impact of Social Media on the Adolescent Brain: Cognitive, Emotional, and Societal Implications»; Journal of Education and Educational Research; 16(3); Dezember 2025; S. 51-57; doi.10.54097/03c3y333.
(2) Zhou Y.; «Kurzvideos: Suchtmechanismen und Intervention aus der Perspektive der positiven Psychologie.» Fortschritte in der Psychologie», 14(9), S. 615-620; https: doi.org/10.12677/ap.2024.149688.
(3) Yuan Danchen; Li Songai; Siton Chen; «The Impact of Social Media on the Adolescent Brain»; Cognitive, Emotional and Societal Implications; Jounal of Education and Educational Research; 16(3); Dezember 2025; S. 51-57; doi.10.54097/03c3y333; hier S. 53.
(4) Zhou Yafei; «Kurzvideos, Suchtmechanismen und Intervention aus der Perspektive der positiven Psychologie»; Fortschritte in der Psychologie», 14(9), S. 615-620.
(5) Yuan Danchen; Li Songai; Siton Chen; «The Impact of Social Media on the Adolescent Brain»; Cognitive, Emotional and Societal Implications; Jounal of Education and Educational Research; 16(3); Dezember 2025; S. 51-57; hier S. 53; doi.10.54097/03c3y333.
(6) Zhou Y.; «Kurzvideos: Suchtmechanismen und Intervention aus der Perspektive der positiven Psychologie. Fortschritte in der Psychologie», 14(9), S. 615-620; https: doi.org/10.12677/ap.2024.149688 unter Bezug auf Mob Institut, 2023; Kurzvideo Branchenforschungsbericht: Offizielle MobTech-Webseite: http:/www.mob.com/mobdata/report/178.
(7) Yuan Danchen; Li Songai; Siton Chen; «The Impact of Social Media on the Adolescent Brain»; Cognitive, Emotional and Societal Implications; Jounal of Education and Educational Research; 16(3); Dezember 2025; S. 51-57; hier: S. 53-54; doi.10.54097/03c3y333.
(8) Ebenda S. 55.
(9) Eastwick Paul; «Bonded by Evolution; The New Science of Love and Connection»; Penguin Random House; 2026; S. 110.
(10) Grossmann K.E.; Grossmann K.; «Die Bedeutung sprachlicher Diskurse für die Entwicklung internaler Arbeitsmodelle von Bindung» in Gabriele Gloger-Tippelt; «Bindung im Erwachsenenalter»; Hans Huber Verlag 2001; S. 75-101.
(11) Bowlby J. u.a.; «Entwicklung und Persönlichkeitsentwicklung, therapeutische Aspekte der Bindungstheorie»; Heidelberg Texter 1995.
(12) Nelson Katherine; «Evolution and Development of the Hybrid Mind» in: «Language in Cognitive Development: The Emergence of the Mediated Mind»; Cambridge University Press, 1996/98; Reprinted 2002; S. 59-91.
(13) Nelson Katherine; «Event Representations, Narrative Development and Internal Working Models, Attachment and Human Devlopment»; Vol. 1, No. 3, Dez. 1999; S. 239-252.
(14) Donald M.; «Origins of Modern Mind: Three Stages in the Evolution of Culture and Cognition»; Harvard University Press 1991.
(15) Eastwick Paul; «The Lies We’re Told About Love» in: Eastwick Paul; «Bonded by Evolution, the New Science of Love and Connection»; S. 39/40.
(16) Stinson D.A.; Cameron J. J. and Hoplock L.B.; «The Friends-to-Lovers Pathway to Romance: Prevalent, Preferred, and Overlooked by Science»; Social Psychological and Personality Science 13, no. 2 (March 2022); S. 562-571.
(17) Eastwick Paul; «Bonded by Evolution, the New Science of Love and Connection»; Pinguin Random House; 2026; S. 21.
(18) Bowlby J.: «Charles Darwin. Biography». London: Hutchinson 1990 aus: K.E. Grossmann: «Bindungsverhalten und Depression» in: Hell. D. Hrsg. Ethiologie der Depression, familientherapeutische Möglichkeiten; Gustaf Fischerverlag 1993; S. 76.
(19) Eastwick Paul; «The science of close realtionships» in: Eastwick Paul; «Bonded by Evolution, the New Science of Love and Connection»; Pinguin Random House; 2026; S. 107.
(29) Eastwick Paul; «The science of close relationships» in: Eastwick Paul; «Bonded by Evolution, the New Science of Love and Connection»; Pinguin Random House; 2026; S. 121.
(21) Eastwick Paul; «Finding connection in the real world»; ebenda S. 255.
(22) Ebenda S. 251.
(23) Ebenda S. 244.
(24) Ebenda S. 243.
(25) Ebenda S. 247.
(26) Ebenda S. 204.
(27) Ebenda S. 201.
(28) Ebenda S. 245.
(29) Eastwick, Paul; «Treat the Lonelyness First»; Ebenda S. 244ff.
(30) Ebenda S. 245.
(31) Eastwick Paul; «Finding Connection in the Real World»; ebenda S. 197.
(32) Ebenda S. 212.
(33) Ebenda S. 210.
(34) Ebenda S. 234.
(35) Danchen Yuan, Songai Li, Sitong Chen; «The Impact of Social Media on the Adolescent Brain: Cognitive, Emotional, and Societal Implications»; Journal of Education and Educational Research; 16(3); Dezember 2025; hier S. 51-57; doi.10.54097/03c3y333, hier S. 56.
(36) The Asia Business Daily; Park Eunseo; 4. März 2026.
(37) Australian Government; Age Assurance Technology Trial-Final Report; 31. August 2025.
(38) Danchen Yuan, Songai Li, Sitong Chen; «The Impact of Social Media on the Adolescent Brain: Cognitive, Emotional, and Societal Implications»; Journal of Education and Educational Research; 16(3); Dezember 2025; hier S. 51-57; doi.10.54097/03c3y333, hier S. 57.