Die Lage rund um die strategisch zentrale Strasse von Hormus verschärft sich dramatisch. US-Präsident Donald Trump kündigte eine umfassende Seeblockade gegen Iran an und drohte mit massiver militärischer Gewalt. Ziel sei es, Irans Ölexporte vollständig zu unterbinden. Zugleich warnte Trump China vor „staggering“ Strafzöllen, sollte Peking Teheran militärisch unterstützen.
Die Ankündigung folgt auf gescheiterte Verhandlungen in Islamabad. US-Vizepräsident JD Vance erklärte, Iran habe zentrale Forderungen – insbesondere zum Verzicht auf nukleare Fähigkeiten – nicht akzeptiert. Teheran hingegen verweist auf tiefes Misstrauen: Parlamentspräsident Mohammad Bagher Ghalibaf betonte, den USA fehle es an Glaubwürdigkeit.
Während Washington militärisch Druck aufbaut, geht Grossbritannien auf Distanz. London lehnt eine Beteiligung an der Blockade ab und setzt stattdessen gemeinsam mit Frankreich auf eine Koalition zur Sicherung der freien Schifffahrt.
Iran wiederum hält die Meerenge für zivile Schiffe offen, warnt jedoch militärische Einheiten. Die Revolutionsgarden kündigten an, Verstösse gegen die Waffenruhe würden ernsthaft beantwortet.
Gemäss einem Bericht des iranischen Press TV (bestätigt von von der New York Times), versuchten zwei US.-Kriegsschiffe in die Strasse von Hormus einzufahren, wurden aber von einer iranischen Drohne zur Umkehr gezwungen. Beobachter nehmen an, dass die USA mit der aktion die Bereitschaft des Iran testen wollten.
Parallel setzt Israel seine Angriffe im Libanon fort, was die ohnehin fragilen diplomatischen Bemühungen zusätzlich belastet. Die Strasse von Hormus bleibt damit ein globaler Brennpunkt – mit erheblichen Risiken für Energieversorgung und Sicherheit.