Wahl in Deutschland: Der Frieden spielte fast keine Rolle
Für nur 13 Prozent der Wahlberechtigten war der Frieden entscheidend

Die einzige Stimme gegen Krieg und Aufrüstung im neuen Bundestag sei die wieder erstarkte Linke, kommentiert Jens Berger auf den Nachdenkseiten. Aber die Linke hätte ihre Friedenspositionen bis zur Unkenntlichkeit abgeschliffen. Dem BSW fehlten 13 424 Stimmen, um in den Bundestag zu kommen. Das Thema Friedenssicherung sei das Alleinstellungsmerkmal des BSW gewesen, aber Frieden wäre nur für 13 Prozent der Wähler entscheidend gewesen.

Bei den Themen «Innere Sicherheit» und «Zuwanderung» konnte vor allem die AfD abräumen und bei der «Sozialen Sicherheit» punktete die Linkspartei, die sich bei den jüngeren Wählerschichten als glaubhafte Alternative zu AfD und CDU positionieren konnte. Der Absturz der Grünen auf 11,6 Prozent sei neben dem Ausscheiden der FDP das einzige positive Ergebnis der Wahlen. Die SPD hätte mit 16,4 Prozent ihr historisch schlechtestes Ergebnis erzielt, und Olaf Scholz dürfte in der kommenden Regierung keine nennenswerte Rolle mehr spielen.

CDU und CSU erzielten mit nur 28,5 Prozent ihr historisch zweitschlechtestes Ergebnis, dennoch wird die Union in der künftig wahrscheinlichen Regierungskoalition mit der SPD die stärkere Kraft sein. Heraus kommen wird wahrscheinlich die Merz-CDU und Pistorius-SPD … (nicht nur) für den Frieden ganz sicher keine wünschenswerte Konstellation, so Jens Berger auf Nachdenkseiten.


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