«Demain» will der Politik mit dem Aufbau von Persönlichkeiten wieder Vertrauen zurückgeben
Der Verein um Johnny Umbricht will politische Talente über Jahre fördern und begleiten. Offen ist, wer das bezahlt und wie rasch es Wirkung zeigt.
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«Wie müsste Politik funktionieren, damit sie das Vertrauen der Menschen zurückgewinnt?» Mit dieser Frage hat Johnny Umbricht in den vergangenen Monaten Unternehmer, Fachleute und engagierte Bürger aufgesucht.

Daraus ist die Initiative Demain entstanden, die sich nun auf einer dreisprachigen Website vorstellt. «Die Art, wie in unserem Land Politik betrieben wird, muss sich ändern» beschrieb Umbricht seinen Antrieb in einem Interview mit Zukunft CH. Wohl wahr!

Johnny UmbrichtUmbricht ist gelernter Automechaniker, seit über 30 Jahren in der Industrie tätig und General Manager im Familienunternehmen Can Man. Die Kommunikation von Demain besorgt Matthias Wiemeyer, ein Wahlschweizer aus Deutschland mit Stationen als Berater und Banker. Trägerin ist ein Verein mit Sitz in Seengen AG. Er will klein bleiben und sucht weniger Mitglieder als Gönner, Gastgeber und Mitwirkende.

Das Ziel: unternehmerisches Denken in die Politik tragen. Politik soll Probleme lösen statt verwalten, Vertrauen verdienen statt taktieren und Hilfe so organisieren, dass sie Perspektiven öffnet. «Sozial ist, was Menschen weiterbringt», heisst es auf der Website.

Umbricht verlangt zudem weniger Regulierung und einen anderen Ton: «Die Politik muss wieder Debatten führen und dabei Respekt und Anstand wahren», sagte er zu Zukunft CH. Inhaltlich beschränkt sich Demain auf Energieversorgung, Zukunftsfähigkeit und die Rolle der Schweiz in der Welt mit der schwierigen Frage: «Wo beginnt politische Selbstaufgabe?»

Woher soll die Kraft für Veränderung kommen? Nicht aus einer neuen Partei, sondern aus Menschen. Demain will politische Talente über Jahre fördern. «Wir schreiben für sie Roadmaps, wie sie ihre Ziele in der Politik erreichen können», sagt Umbricht.

Die Kandidaten wählen Kernthemen und bauen darin Fachwissen auf; dazu gibt es kostenlose Unternehmer- und Mediencoachings. Eine Partei oder Meinung schreibt der Verein laut Website niemandem vor. Umbricht erwartet Politiker, die «weniger anfällig für Einflüsterung» sind. 
Daneben will Demain an Veranstaltungen verschiedene Lager an einen Tisch bringen und wirbt für den Kompromiss: «Denn ein Teilerfolg ist besser als Stillstand.»

Die Idee ist auf der Website attraktiv dargestellt, sorgfältig gestaltet, aber ein bisschen beliebig in der Sprache. Der guten Idee fehlen noch Substanz und Wind unter den Flügeln. Hinter Demain stehen vorderhand zwei Köpfe. Geförderte Talente, Geldgeber oder ein Budget nennt die Website nicht, und zu den drei Themen liegen erst zwei Leselisten mit je einem Artikel vor.

Während die Website Sachlichkeit verlangt und nicht provoziert, urteilt Umbricht im Interview schärfer: Manche Personen in Politik, Verwaltung, Gewerkschaften und Medien eiferten einem «absurden Lebensmodell» nach.

Aber der Grundgedanke überzeugt: Politik als Handwerk, das man lernen kann, und Vertrauen als Massstab des Erfolgs. Umbrichts Vision für 2035 ist eine Schweiz, die zeigt, dass es einem Land besser geht, wenn es Politik und Unternehmertum verbindet. Wer das mittragen will, findet auf demain.swiss einen Einstieg.


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Zukunft-ch: Für die Schweiz von morgen: Investition in die nächste Generation.Interview mit Johnny Umbricht,
 

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