02. Okt 22
Werden wir noch von Engeln geführt? Nein – nur wenn wir es wollen, führt uns unser Weg zu den Engeln. Die Impulse unserer individuellen Konflikte haben ihre Wurzeln in der geistigen Natur des Menschen.
21. Sep 22
Vor 214 Jahren am 8. Oktober 1808 begegnen sich im deutschen Erfurt zwei Männer, die Weltgeschichte geschrieben haben. Der eine ist der grösste Dichter und Naturwissenschaftler seiner Zeit, der andere der mächtigste Mann Europas: Johann Wolfgang von Goethe trifft Napoleon Bonaparte.
17. Sep 22
Wir schreiben das Jahr Anno Domini 1314, Sonntag, den 18. März. Dunkle Fluten umspülen die Île de la Cité, die Binneninsel in der Seine, Standort der Kathedrale Notre-Dame de Paris und der älteste Teil der französischen Hauptstadt.
06. Sep 22
«Wie ein Mensch zum Heros, so kann ein Heros zum Gott aufsteigen.
27. Aug 22
Über Jahrmillionen lebte der Urmensch als Jäger und Sammler. Doch dann kam ein Impuls von ausserordentlicher Tragweite, die neolithische Revolution.
20. Aug 22
Von Nord nach Süd, von Ost nach West und zurück. So oszillieren die weltgeschichtlichen Impulse der Völker um die Erde.
06. Aug 22
Das Herumirren auf der Oberfläche des Lebens, wie eine hirtenlose Herde Schafe, beschert der Menschheit schon seit hunderten von Jahren unliebsame Ereignisse.
18. Jun 22
Wer Holz sagt, denkt an Bäume, oder nicht? Mit dem Wort Holzweg verhält es sich wie mit dem Wort Zufall: In beiden spricht sich aus, was tatsächlich wahr und weise ist.
28. Mai 22
Unsere zunehmende Freiheit führt zu modernen Kreuzzügen gegen uns selbst und die Welt: Wir kämpfen gegen die Klimaerwärmung, gegen biologische und digitale Viren, gegen Nationen, gegen Ethnien, gegen Sprache. Der Geschlechterkrieg im digitalen Netz tobt dabei in Wort und Tat.
07. Mai 22
Denken und Dung wirken auf das Leben nur dann fruchtbar, wenn sie in ihrer Anwendung lebendig und organisch bleiben. Durch Umschaufeln veredeln wir den Dung zu Kompost, durch Umdenken verändern wir unsere Gewohnheiten: Boden muss ein unveräusserliches «Gemeingut» sein.
26. Mär 22
Fruchtbare Böden für neue Denkweisen zu kultivieren bedeutet: aus Erfahrungen lernen, gegenwärtige Verhältnisse als Folge vergangenen Handelns analysieren, Ursachen erkennen, Gesetzmässigkeiten befolgen.
26. Feb 22
Unsere Lebensräume sind Kulturlandschaften, die der Mensch über Jahrtausende geschaffen hat. Sie entstanden aus dem harmonischen Zusammenwirken von Landbewirtschaftung und Natur, geprägt durch unterschiedliche Landschaftsformen und Vegetationszonen.
05. Feb 22
Dunkel glänzen ihre Augen aus der Tiefe ihrer Seele. Sie schaut nicht mit den Augen – mit ihrem ganzen Wesen erlebt sie unsere Welt. Ich halte Antigone die schwarz-weiss gescheckte Kuh an einem Strick. Sie reibt ihren Kopf an meiner Schulter, leckt mir mit ihrer rauen Zunge über die Hand.
26. Jan 22
Was unsichtbar ist, berührt uns nicht, oder besser gesagt, es ist uns nicht bewusst. Gedanklich können wir uns das Unsichtbare entweder in allen Variationen vorstellen oder wir denken erst gar nicht darüber nach. Auf meiner Schwedenreise begegnete ich dem Unsichtbaren, unverhofft.
19. Jan 22
Wir kennen sie alle, die symbolträchtigen Kulturgüter: Coca-Cola, Wodka, Cohiba, Lindt & Sprüngli, IKEA. Ich bin mir sicher, jeder kennt das jeweilige Herkunftsland dazu.
12. Jan 22
Auf dieser Fährte verfolge ich mein schwedisches Gesellschaftsbild. Dieses ist beträchtlich gefärbt durch zwei schwedische Persönlichkeiten. Einerseits durch den ehemaligen Politiker und UN-Generalsekretär Dag Hammarskjöld.
05. Jan 22
Auf meiner Spurensuche durch Südschweden verfolge ich mein seelisches Schwedenbild. Es entstand durch das Lesen der wundervollen Kindergeschichten von Astrid Lindgren und Selma Lagerlöf. Als Kind lag ich oft stundenlang lesend unterm schattigen Apfelbaum.
25. Dez 21
«Seit der einen Heiligen Nacht der Geburt begriffen die Menschen, dass keiner mehr nur für sich leben kann, aber dass wir auch alle nicht mehr für uns allein sterben können; dass wir füreinander verloren werden und füreinander gefunden, bis wir vereinigt werden in der einen Hand».
05. Dez 21
Wir benutzen immer wieder das gleiche alte Werkzeug für die inzwischen festsitzenden Problemschrauben unserer Zeit. Das ökonomische Narrativ des endlosen Wachstums ist immer noch tief verwurzelt im Denken unserer Zeit.
23. Nov 21
Zurecht fordern wir heute das Ende der unsäglich leidvollen industriellen Massentierhaltung. In erster Linie ist es eine unwürdige, das Leben und Wesen der Haustiere verachtende Entwicklung der letzten Jahrzehnte.