Die erneute Besetzung des Gaza-Streifens scheint unvermeidlich. Der Prozess des Wiederaufbaus und der Schaffung einer neuen Realität in Israel/Palästina muss von den Menschen getragen werden – mit einer neuen Führung auf beiden Seiten.
Während viele Israelis das Land verlassen oder mit dem Gedanken spielen, will unser Autor hier bleiben – nicht (mehr) als Zionist. Sondern als jemand, der die Hoffnung nicht aufgibt, dass Israel seine Apartheidspolitik eines Tages aufgibt. Denn: «Wir müssen uns immer vor Augen halten, dass einige der wichtigsten, bedeutendsten und weltbewegenden Ereignisse in der Geschichte nicht vorhergesagt oder erahnt werden konnten.»
Für die meisten Israelis ist die Hamas ein Alptraum. Unser israelischer Autor aber debattiert regelmässig mit ihren Vertretern und sagt: Wir müssen reden.
Als S.E.* Botschafter Nayef Al Sudairi, der derzeitige saudische Botschafter in Jordanien, zum nicht residierenden Botschafter Saudi-Arabiens im Staat Palästina ernannt wurde, war dies ein Alarmzeichen für Israel.
Wie ich in einem nächtlichen Gespräch am Flughafen zu erklären versuchte, dass fast alle Palästinenser, genau wie wir Israelis, in Frieden und nicht unter der Unterdrückung und Demut der Besatzung leben wollen.
Möglicherweise haben wir noch nicht genug gelitten, um uns mit der Notwendigkeit einer Lösung abzufinden. Gedanken zum israelisch-palästinensischen Konflikt.
Palästinenser haben keinen offiziellen Schutz, weder vor Siedlergewalt noch vor den israelischen Streitkräften. Der Autor hat einen ungewöhnlichen Vorschlag, die Gewalt in den besetzten Gebieten zu beenden.
Es ist wichtig zu verstehen, dass es im israelisch-palästinensischen Konflikt keine Symmetrie zwischen Israel und Palästina gibt. Israel ist der Besatzer, Palästina ist der Besetzte. Israel ist mächtig, Palästina ist schwach.
Obwohl ich keine Lösung für diesen Konflikt habe, werde ich weiterhin jeden Tag daran arbeiten, uns allen zu helfen, den Weg zurück an den Verhandlungstisch und zurück zu der Hoffnung zu finden, dass wir in Frieden leben werden. Der Autor wird am 14. Juni gemeinsam mit seinem palästinensischen Kollegen Ali Abu Awwad den Luxemburger Friedenspreis erhalten.
Es ist an der Zeit, Israels erstaunlichen Geheimdienstapparat intelligenter zu nutzen und Strategien und Mittel zu entwickeln, um künftige Kämpfe zu vermeiden.