Kriege erscheinen oft als ferne Ereignisse. Doch sie prägen auch die Geschichte und Gegenwart der Schweiz. Das zeigt in eindrücklicher Weise die Ausstellung «Wir und der Krieg» im Landesmuseum Zürich
Am 24. August 2024 verwandelte sich der Berner Münsterplatz in ein Meer aus Stimmen, Klängen und Bambus-Wedeln. Rund 800 bis 900 Menschen folgten der Einladung zum ersten Friedens-Singen «Wind des Wandels» – einem offenen, inklusiven Mitsing-Anlass unter freiem Himmel, der ein kraftvolles Zeichen für inneren und äußeren Frieden setzte.
In jüngerer Zeit tritt in der Schweiz der bekannte GSoA-Vertreter und selbsterklärte Pazifist Jo Lang immer wieder mit problematischen, kriegstreiberischen Aussagen an die Öffentlichkeit. In einer Rede Ende März 2025 fordert er Waffenlieferungen an die Ukraine, stellt den militärischen Sieg der Ukraine als alternativlos dar – und bringt sogar einen NATO-Beitritt der Schweiz als politisch denkbare Option zur Debatte.
Einige der grössten Rüstungsexporteure der Welt setzen sich offen über die Regeln des globalen Waffenhandelsabkommens ATT hinweg. Vom 19.-23. August findet in Genf die 10. Konferenz der ATT-Vertragsstaaten statt.
Die Allianz für ein Atomwaffenverbot hat am Dienstagnachmittag in Bern offiziell ihre Initiative lanciert, die den Beitritt der Schweiz zum Atomwaffenverbotsvertrag der UNO fordert.
Mit dem Entscheid von Mittwoch, dem Atomwaffenverbotsvertrag weiterhin nicht beizutreten, weigert sich der Bundesrat – gegen den ausdrücklichen Willen des Parlaments – ein starkes Zeichen für die Ächtung von Atomwaffen zu setzen. Die Allianz für ein Atomwaffenverbot will diesen Entscheid mit einer Volksinitiative korrigieren.
Eine Mehrheit des Ständerates hat heute die Motion von Thierry Burkart zur Aufhebung der Nichtwiederausfuhr-Erklärung abgelehnt. Der Versuch der Rüstungslobby, unter dem Vorwand der militärischen Hilfeleistung im Ukrainekrieg das Kriegsmaterialgesetz massiv zu lockern, ist somit gescheitert.