Für Studierende überall auf der Welt kann ein Zulassungsbescheid einer Universität der Beginn eines Weges in die Zukunft sein. In Gaza hingegen kann derselbe Brief zu einem aufgeschobenen Versprechen werden. Denn den Weg an die Universität zu finden, hängt nicht mehr allein von akademischer Exzellenz oder dem Erhalt eines Stipendiums ab, sondern davon, ob ein Grenzübergang öffnet und die Erlaubnis zum Passieren erteilt wird.
Wer sich wundert, warum das UN-Hilfswerk UNRWA so plötzlich und so einheitlich als Hamas-verseucht wahrgenommen wurde, wie unisono die meisten Medien und Parteien den israelischen Narrativen folgen, findet in der Studie der Rosa-Luxemburg-Stiftung Antworten. Sie untersucht die Kampagne gegen UNRWA am Beispiel von Deutschland als einem der wichtigsten Geberländer.
Eine Filmemacherin befragt ihre Grosseltern über einen Wandspiegel, der schon seit Jahrzehnten in deren Wohnzimmer hängt. Taugt das für einen Filminhalt? Ja, denn das Gespräch findet nicht irgendwo statt, sondern in Israel. Der Spiegel – in der Familie immer schon «arabischer Spiegel» genannt – stammt aus einem palästinensischen Nachbardorf, dessen Bewohner 1948 vertrieben wurden.