Sind wir Menschen tragische oder komische Figuren? Die Frage ist uralt. Die Figuren auf den politischen Bühnen der Gegenwart triggern in mir diese alte Frage gerade wieder sehr.
250 000 Demonstranten hatten sich am 28. August 1963 vor dem Lincoln Memorial in der US-Hauptstadt Washington versammelt, als der schwarze Bürgerrechtler Martin Luther King die Rede hielt, die dann unter «I have a dream» weltberühmt wurde.
Schon seit mehr als fünftausend Jahren gibt es Religionen. Sie bekriegen einander, unterdrücken Sexualität, Sinnlichkeit und Verspieltheit, massakrieren die Ungläubigen und tun das alles im Namen der Liebe – es reicht! Ab auf den Müllhaufen der Geschichte damit.
Keine Frage geht tiefer als die nach dem Ich oder Ego, der persönlichen Identität, denn die Antworten darauf formen unseren Blick auf die Welt. Die Samstagskolumne.
Was kann ich ohnmächtige kleine Person denn schon tun, inmitten dieses gigantischen Geschehens der Weltpolitik, in dem selbst eine Demo von Tausenden verschluckt wird im Getöse des noch Gewaltigeren. Als Betroffener und Mensch möchte ich ein paar Antworten auf diese Frage geben. Die Samstagskolumne.