Er hat sich als Soziologieprofessor und Buchautor nicht nur theoretisch mit dem Thema Armut auseinandergesetzt, sondern auch in der Praxis stets Randständige unterstützt. Als Familienvater war er progressiv: Bereits vor 20 Jahren reduzierte er sein Pensum auf 50 Prozent, um am Nachmittag seine Kinder zu betreuen. Von seinen Kollegen an der Universität wurde er deshalb belächelt, und viele kritisierten ihn, weil er auch als Wissenschaftler offen zu seiner politischen Haltung stand. Nun wird Ueli Mäder für sein gesellschaftspolitisches Engagement mit dem Erich-Fromm-Preis ausgezeichnet.

Seine Abschlussvorlesung an der Universität Basel trug den Titel «Die Soziologie des Alltags». Bis zu seiner Emeritierung 2016 machte er sich als Professor und Autor zahlreicher Bücher einen Namen in der Schweiz – auch weil er mit seiner politischen Haltung nie hinter dem Berg hielt. In den 70er Jahren war Ueli Mäder Mitgründer der linken Partei POCH, und zehn Jahre lang sass er im Grossen Rat des Kantons Basel-Stadt.

10. Dezember 2021 von Nicole Maron
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