Wenn wir einen Raum betreten, in dem andere Menschen versammelt sind und wir dazukommen, passieren in uns etliche Abläufe auf der Ebene des autonomen Nervensystems, in den Gedanken, Gefühlen, Körperwahrnehmungen und in unserem Verhalten. Wenn uns solche Abläufe irritieren, gibt es Chancen, unser Erleben neu zu erleben.
Die Gleichheit der Ungleichen, das Wir, versteckt sich im Alltäglichen. Ob Mindestlohnempfänger, Krankenschwester oder Multimilliardär: Trotz gravierender materieller Unterschiede zahlen an der Tankstelle alle für den Liter Benzin den gleichen Preis.
Individuation ist eine Reise, auf der wir im Bewusstsein der Zugehörigkeit aus dem Kollektiv heraustreten wie der Tropfen aus dem Meer. Die Samstagskolumne.
Mit der grössten Selbstverständlichkeit wird die grösste Kirche der Welt noch immer von Männern regiert, die die Liebe nicht kennen. Die Kolumne aus dem Podcast «Mitten im Leben».
Teilen, reparieren, Unterstützung geben und Hilfe bekommen direkt vor der eigenen Haustür: Wer sich auf die Leute «next door» einlässt, lebt nachhaltiger!
Mir reicht´s, mir geht der Hut hoch, ich gehe, und zwar sofort. «Entnervt» nennt man das. Von wegen: Nach der «Polyvagaltheorie» bin ich nicht «ent-nervt», sondern mein Nervensystem ist «aktiviert», ich sehe rot. Die Samstagskolumne.
Das Menschliche als Grundlage für seine Entscheidungen heranzuziehen, ist aus der Mode geraten. Stattdessen liegen das Ökonomische und Populistische nahe, in deren Hintergrund sich das Unmenschliche aus seinem historisch kurzen Schlaf seit 1945 wieder aufrappelt und im Begriff ist, das Humane zu verschlingen. Letzteres wird dann eben flugs umdefiniert. Brecht: «Der Schoss ist fruchtbar noch, aus dem das kroch.»