Der neue Zeitpunkt zeigt, wie verheerend die Funkstrahlung auf die Biologie wirkt. Und er ist – zwischen Buch und Magazin – auch eine überzeugende Antwort auf die Informationsüberflutung.
Hamsterkäufe, Kurzarbeit und Verbote von Alkohol und Händeschütteln – die Reaktionen auf das Corona-Virus gehen weit über das Verbot von Grossveranstaltungen hinaus. Die wachsende Angst dürfte die Ausbreitung der Seuche noch beschleunigen. Der Bundesrat hat vielleicht richtig entschieden, aber falsch kommuniziert.
Vor wenigen Tagen wurde die tausendste Einsprache gegen eine 5G-Antenne eingereicht. Dies meldet der Verein «Schutz für Strahlung» und spricht von einem «faktischen 5G-Moratorium». Fast gleichzeitig gibt die Swisscom eine 90-prozentige 5G-Abdeckung bekannt. Ein Widerspruch? Nein, eine Interpretationsfrage.
22 Krebsforscher und Biologen aus 13 Ländern werfen dem führenden Elektrosmog-Experten des Bundes, Prof. Martin Röösli, «wissenschaftliches Fehlverhalten» und «Interessenkonflikte» vor.
80 Prozent des Mobilfunkverkehrs findet in Häusern statt, die bereits über das Kabel mit dem Internet verbunden sind. Die Konsumentenorganisation Frequencia fordert deshalb eine getrennte Mobilfunkversorgung.
«Irreführende Informationen und Argumente zum Mobilfunk verunsichern weite Teile der Öffentlichkeit», schreibt die Swisscom in einem Brief an sämtliche Gemeinden der Schweiz. Ihr «Gemeindebrief» enthält aber selber nachweislich falsche Informationen.
Es hätte ein freundeidgenössischer Kompromiss werden sollen. Aber statt Konsens und Empfehlungen liefert die Arbeitsgruppe «Mobilfunk und Strahlung» nur fünf umstrittene Optionen für den Ausbau des Mobilfunks.
Ein Strahlen-Tsunami ist im Anzug. Die totale Vernetzung braucht ein Mobilfunknetz, das 100-mal mehr Daten 33-mal schneller transportiert. Die Gesundheitsrisiken sind erheblich.