Wie finden wir die Balance zwischen Streit und Sprachlosigkeit? Mirjam Rigamonti will in ihrer Kolumne eine andere Sicht auf aktuelle gesellschaftliche Probleme geben und mögliche Erklärungen jenseits politischer Verschwörungsbefürchtungen zur Diskussion stellen. Ein Austausch mit unseren Leserinnen und Lesern ist erwünscht: Sind diese Gedanken neu für Sie? Haben Sie auch entsprechende Erfahrungen gemacht?
Wegen ihres Einsatzes für die Souveränitätsinitiative streichen die Parteichefs die grüne Landrätin (BL) von der Nationalratsliste. Wir ziehen unseren Hut vor Laura Grazioli.
Straffe Organisation. Kein Gehör für Sprengkandidaten. Und ein karikaturhaftes Projekt: Am Samstag fand die Mitgliederversammlung der Verfassungsfreunde (FdV) statt.
Am 5. Mai lud der Zeitpunkt erstmals seit über einem Jahr wieder zu einem Apéro ein. Die Stadthalle von Kloten war ausverkauft; 600 Menschen erlebten einen lebendigen und bereichernden Abend – mit den Hauptgästen Kayvan Soufi-Siavash, Matthias Bröckers, Philipp Gut – aber vor allem einem ganzen Saal voll brummender Aktivität und Interesse.
Das Motto «Safety first» schrumpft den Horizont der Möglichkeiten. Was als Vorsicht beginnt, wird zu Bequemlichkeit, dann zu Gewohnheit, und schliesslich zum Gefängnis. Deshalb wählte Charles Eisenstein schon vor Corona-Zeiten ein anderes Motto.
Die Freunde der Verfassung (FdV) haben ein stolzes Erbe zu verteidigen. Interne Konflikte haben sie jedoch geschwächt. Und bei verfassungsrelevanten Themen spielen sie heute eine untergeordnete Rolle.
Wie ist es möglich, dass so viele Menschen so kritiklos Impfungen über sich ergehen liessen? Wieso halten heute so viele Krieg und Waffenlieferungen für gerechtfertigt? Als Spezialärztin für Psychiatrie und Psychotherapie sieht Catja Wyler van Laak Parallelen zu Alfred Adlers Massenpsychologie von vor 100 Jahren.