Geist/Philosophie
Die Zwischennächte: Zeit für Besinnung und Vorausschau
Zwölf Tage und Nächte, in denen das Tor zur Anderswelt offensteht und man Kontakt mit Geistern, Naturwesen und Ahnen aufnehmen kann: Die Rauhnächte zwischen dem 25. Dezember und dem 6. Januar sind laut germanischer und keltischer Überlieferung eine ganz besondere Zeit. Übertragen auf die Realität und die Bedürfnisse des 21. Jahrhunderts können wir sie zum Anlass nehmen, um zur Ruhe zu kommen und uns Zeit für Innenschau zu nehmen.
3 Fragen an Theologin Monika Hungerbühler
In drei Tagen wird in vielen Stuben «Oh du fröhliche» gesungen und gemeinsam zu Abend gegessen. Und es werden Geschenke ausgepackt. Auch in Jahren, wenn Corona nicht alles einschränkt, feiern viele Familien im geschlossenen Kreis. Monika Hungerbühler ist Theologin und Seelsorgerin der Offenen Kirche Elisabethen in Basel. Die 62-jährige Katholikin wünscht sich eine Weihnacht, wo die Türen auf- statt zugemacht werden. Sie selbst lebt mit Mann, Hund, zwei Katzen, Hase, Neffe, Schwester, Schwager in einer WG in Basel und ist Mitgründerin der feministisch-theologischen Zeitschrift FAMA. Die passive Maria in der Weihnachtsgeschichte gibt es für sie nicht.
Geh nicht mit Tomaten auf den Augen durch die Welt…
Die Natur spiegelt, lehrt und heilt, wenn wir sie nicht nur analytisch, sondern auch mit offenem Herzen wahrnehmen.
Chapeau! – für Ueli Mäder
Er hat sich als Soziologieprofessor und Buchautor nicht nur theoretisch mit dem Thema Armut auseinandergesetzt, sondern auch in der Praxis stets Randständige unterstützt. Als Familienvater war er progressiv: Bereits vor 20 Jahren reduzierte er sein Pensum auf 50 Prozent, um am Nachmittag seine Kinder zu betreuen. Von seinen Kollegen an der Universität wurde er deshalb belächelt, und viele kritisierten ihn, weil er auch als Wissenschaftler offen zu seiner politischen Haltung stand. Nun wird Ueli Mäder für sein gesellschaftspolitisches Engagement mit dem Erich-Fromm-Preis ausgezeichnet.
Daniele Ganser: «Ich halte es für wichtig, dass wieder Brücken gebaut werden»
Der Basler Historiker und Friedensforscher wirbt mit einer Plakat-Aktion gegen die zunehmende Spaltung der Gesellschaft. Sie hängen noch bis Ende der Woche in den Bahnhöfen von Basel, Bern und Zürich.
Geburtstagsfest
Das Leben ist nicht einfach. Auch eine Geburtstagseinladung kann viele ungeklärte Dinge mit sich bringen. Wie geht man am besten damit um?
Camille Claudel – besessen, inspiriert und verleugnet
Die französische Künstlerin kämpfte ihr Leben lang: mit der patriarchal dominierten Gesellschaft, mit ihrer Familie, die sie für psychisch krank hielt, und mit der Liebe, die sie in den Wahnsinn trieb. Dabei schuf sie Skulpturen, die bis heute beeindrucken und erschüttern. Aus der Serie «Aussergewöhnliche Frauenbiographien».
Zertifikate gefährden die offene Gesellschaft, untergraben den Föderalismus und sind ethisch fragwürdig
Das Forum für eine offene Gesellschaft mit 20 Akademikern kritisiert die Zertifikatpflicht. Es befürchten eine zunehmende Polarisierung der Gesellschaft.
Mensch sein und Welterkenntnis
Welches ist die Welt, welcher der Mensch eigentlich angehört? Denn die sichtbare Welt ist es nicht. Kolumne.