Die einen haben Überlebensängste, die anderen streichen astronomische Rekordgewinne ein: Willkommen im Krisenkapitalismus! Abräumer und Kriegsgewinner der Energiekrise beobachten wir derzeit in Grossbritannien – Ähnlichkeiten hierzulande sind sicher reiner Zufall.
In ihrem Zukunftsroman führte Bilbo Calvez durch eine utopische Welt ohne Geld. Im September geht sie wieder auf Lese- und Diskussionsreise durch Deutschland und die Schweiz.
Die Bank von England prognostiziert eine zweistellige Inflation, die EZB weigert sich (noch). Sobald die momentan bei 35 Prozent liegende Inflation der Produzentenpreise durchschlägt, wird sie Tatsache.
Nach dem BRICS-Forum vom 22. Juni ist klar: Der Ersatz des Dollars als Weltreservewährung schreitet mit grossen Schritten voran. Die Folgen für die Weltwirtschaft dürften dramatisch – und befreiend – sein.
Die Schwierigkeiten beim Bezug von Vorprodukten und Rohstoffen haben weiter zugenommen. Die Lockdowns in China legen Teile der Industrie und einzelne Häfen ganz oder teilweise still. Gleichzeitig werden die Rohstoffpreise durch den Krieg und die verhängten Sanktionen verteuert.
Sechs der zehn wichtigsten Erdölländer waren oder sind von US-Kriegen oder -Sanktionen betroffen. Ohne Erkenntnis der Politik und der Wirkung des Geldes ist eine Eskalation unvermeidlich.
Ein inflationäres Geldsystem steht einem grösseren Wohlstand für breite Schichten im Weg. Dies ist Hauptaussage eines neuen Papers des Liberalen Instituts.
Die NATO-Erweiterung geschieht nicht auf Wunsch neuer Mitglieder, sondern auf Einladung, vor allem der USA, des führenden Mitglieds. Welche Interessen verfolgen sie, wenn sie mit neuen Mitgliedern neue Risiken eingehen und ihre eigene Sicherheit gefährden?