Knapp 190’000 Briten haben sich verpflichtet, ihre Energierechnungen ab dem 1. Oktober nicht mehr zu bezahlen, falls die Bewegung bis dann eine Million Mitglieder erreicht.
Der britische Industrieverband «MakeUK» schlägt der neuen Premierministerin Liz Truss einen 100-Tage-Plan vor. Grossbritannien ist am stärksten von den steigenden Energiepreisen betroffen.
Die Gründe für den Rettungsschirm zugunsten des Stromkonzerns bleiben undurchsichtig. Es ist unmöglich, mit selber produziertem Strom an den Börsen so hohe Risiken aufzubauen, dass der Staat einschreiten muss.
Die einen haben Überlebensängste, die anderen streichen astronomische Rekordgewinne ein: Willkommen im Krisenkapitalismus! Abräumer und Kriegsgewinner der Energiekrise beobachten wir derzeit in Grossbritannien – Ähnlichkeiten hierzulande sind sicher reiner Zufall.
In ihrem Zukunftsroman führte Bilbo Calvez durch eine utopische Welt ohne Geld. Im September geht sie wieder auf Lese- und Diskussionsreise durch Deutschland und die Schweiz.
Die Bank von England prognostiziert eine zweistellige Inflation, die EZB weigert sich (noch). Sobald die momentan bei 35 Prozent liegende Inflation der Produzentenpreise durchschlägt, wird sie Tatsache.
Nach dem BRICS-Forum vom 22. Juni ist klar: Der Ersatz des Dollars als Weltreservewährung schreitet mit grossen Schritten voran. Die Folgen für die Weltwirtschaft dürften dramatisch – und befreiend – sein.
Die Schwierigkeiten beim Bezug von Vorprodukten und Rohstoffen haben weiter zugenommen. Die Lockdowns in China legen Teile der Industrie und einzelne Häfen ganz oder teilweise still. Gleichzeitig werden die Rohstoffpreise durch den Krieg und die verhängten Sanktionen verteuert.
Sechs der zehn wichtigsten Erdölländer waren oder sind von US-Kriegen oder -Sanktionen betroffen. Ohne Erkenntnis der Politik und der Wirkung des Geldes ist eine Eskalation unvermeidlich.